Wie das Glück mich befreite

Was ist Glück? Ist es nicht ein Glück sich jedes Mal neu entscheiden zu können, ohne dass der Autopilot (auch Ego genannt) sein Programm abspult. Angriff als Verteidigungsstrategie mag für einen kurzen Moment eine gewisse Erleichterung bringen, aber es befreit einen nicht wirklich und glücklich macht es auch nicht oder ist das bei Ihnen anders?

Macht es Ihnen Freude, wenn andere wegen oder unten Ihnen leiden, selbst wenn Sie sich damit rechtfertigen, sich nur gewehrt zu haben?

Im bürgerlichen Gesetzbuch auch Grundgesetz genannt steht in Artikel 5 Absatz eins, dass jeder Mensch das Recht auf eine freie Meinungsäußerung hat. Das heißt niemand hat das recht, jemand anderem seine Meinung zu verbieten. Jeder heißt jeder und da gibt es keine Ausnahmen. Ich finde wir dürfen uns glücklich schätzen, dass es dieses Recht gibt und dass es sogar gesetzlich geregelt wurde.

Nichts desto trotz führt dieses Recht auf freie Meinungsäußerung leider in zwischenmenschlichen Beziehungen zu Konflikten. Es wird beidseitig mit Schuldzuweisungen suggeriert, dass der andere Schuld sei am Unglück des anderen und das nur, weil der eine EINE ANDERE MEINUNG VERTRITT als der andere. Es wird beleidigt, abgewertet, es werden Shitstorms angezettelt und das ganz alleine mit dem Ziel den einen Mundtot zu machen, damit der andere sich bestätigt fühlt, als ob dies die einzige Möglichkeit ist sich Bestätigung zu holen. Da frage ich mich wirklich, ob derjenige, der immer recht bekommen will, irgendwann auch mal glücklich sein kann, wenn er doch nahezu jeden bekämpft, der nicht seiner Meinung ist.

Ich bin glücklich anderer Meinung sein zu können, und das ganz alleine, weil ich es mir selber erlaube. Ich muss da niemanden um Erlaubnis fragen. Auch wenn mir als Kind eingetrichtert wurde, wie etwas zu sein hat, was man denken soll und welche Moral man zu haben hat. Denn jetzt bin ich kein Kind mehr. Jetzt bin ich erwachsen und darf mich selbstständig und frei entscheiden. Und dieses Menschenrecht hat jeder, was für ein Glück.

Ich habe mich zum Glück selbst gefunden, was beinhaltet, dass ich mich absolut frei fühle. Ich bin absolut nicht abhängig von den Meinungen anderer und ehrlich gesagt juckt es mich mittlerweile wenig, wenn mir mangelnde Empathie unterstellt wird, nur weil ich nicht bereit bin, die Meinung eines anderen anzunehmen. Ich höre mir durchaus jede Meinung an. Aber ich muss nicht jedem recht geben. Das muss im übrigen niemand. Wer sich also dadurch genötigt fühlt, sollte vielleicht mal hinterfragen, wer das ist, der einen nötigt. In vielen Fällen ist man es selbst, aus Angst abgelehnt zu werden. Im Grunde zeigt dies nur, dass man sich selbst ablehnt, denn würde man zu sich stehen, dann würde man auch zu seiner Meinung stehen ohne diese Angst zu verspüren von anderen deswegen abgelehnt zu werden.

Ich habe durch meine Methode, erlernt in meiner Coachingausbildung jedenfalls gelernt mich aus den Dogmen meines Unterbewusstseins zu befreien. Ich habe mein Ego gezähmt. Jetzt entscheide ich und dieser Umstand macht mich unfassbar glücklich.

Text von Leonard Anders
www.leonard-anders.de