Über die fehlende Zuversicht, dass alles anders wird, wenn man sich verändert und wie man diese
Zuversicht doch erlangen kann.

Von Nichts kommt nichts, war einer der ersten Sprüche, die mich einst motivierten
etwas zu tun, was ich vorher noch nie getan hatte. Nämlich etwas zu tun, von dem
ich nicht überzeugt war. Ich dachte nicht an die Möglichkeit dass es gelingen
könnte, sondern ich war der Überzeugung, dass die Sache scheitern würde. Am
Ende war ich dann derjenige an dem sich alle ein Beispiel nahmen. Ich kann da
jetzt zwar nur für mich sprechen, aber so war es aus meiner Sicht.
Auch Probieren geht über Studieren ist so ein Spruch, der im ersten Moment wie
eine Phrase klingt, aber am Ende dann doch ganz viel Wahrheit beinhaltet. Denn
ob eine Sache gelingt erfährt man tatsächlich nicht, wenn man darüber nachdenkt,
sondern wenn man es ausprobiert. Deswegen ja auch: „Probieren geht über
Studieren“.

Und so ist das bei jeder Übung die ich in diesem Buch vorstelle oder bei jedem
Versuch etwas zu verändern an der eigenen Lage. Man muss sich da schon ein
Stück weit selbstständig bewegen um etwas zu bewegen im eigenen Leben. Auch
wenn Nichtstun auch eine Lösung ist, heißt es nicht, dass reines Nichts-tun immer
die Lösung ist. Wenn man sonst immer nur ganz viel getan hat, ist Nichts-tun eine
Alternative. Wenn man aber nicht weiß was man tun soll, dann ist „Etwas tun“ oder
„Etwas anders machen als zuvor“ nicht nur bloß eine von mehreren Optionen,
sondern tatsächlich eine Möglichkeit tatsächlich etwas verändern zu können, am
eigenen Tun und Sein.

Kognition und Emotion sind zwei paar verschiedene Schuhe. Es dauert manchmal solange wie es
dauert. Heilung passiert nicht durch angelesene Theorie sondern durch erfahrene Praxis, sprich neue
Erfahrung. Die Theorie ist nur das Fundament oder die ergänzende Begleitung. Sie öffnet Türen,
hindurch gehen oder ausprobieren muss man aber selbst. Manchmal bietet sich auch ein Training an
mit einem einfühlsamen Therapeuten oder Coach.

Wie funktioniert Heilung?
Das ist bei jedem anders. Aber mir hilft es das angelesene Wissen auszuprobieren. Jeder ist
da individuell in seinem Tempo und seinen Ausführungen. Wichtig ist auch, dass man nicht
so schnell eine Veränderung erwartet. Ungeduld ist da ein schlechter Ratgeber. Zuversicht
dass es einen Sinn hat, ist aber etwas, was durchaus einen Sinn hat. Nichts ändert sich von
jetzt auf gleich.

Das ist ein Prozess. Und der Erfolg macht sich erst bemerkbar, wenn er eingetreten ist.
Übung macht nun mal den Meister. Wer jedoch zu viel (von sich erwartet) wird enttäuscht.
Weniger ist mehr und die Dosis macht das Gift. Wer das für Sie entscheidet, wissen Sie…
das sind ganz alleine Sie!

Text von Leonard Anders
www.leonard-anders.de