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Hallo iadi! Danke für die deine Aufmunterung... Ich hab mit Sicherheit dazugelernt die letzten Jahre....vorallem dass Konflikte/Kritik und kein Lob jetzt Bestandteil des Lebens sind... Auch wenn nur ganz langsam....aber so läuft das halt!Da Du selbst Dinge anders machen kannst, wirst Du meiner Meinung nach aus Deinem Schlamassel herauskommen, toi toi toi.
Was ist das, humanistin? Hat dein Sohn auch so ne Rolle angenommen? Hast du eigtl ihm auch eingetrichtert, wie besonders toll, schlau, kreativ er ist? Also diese Bewunderung?Underarchiver.
"Sehr schwieriges Thema, mit meiner beruflichen Zukunft. Die Angst vorm Scheitern und Kritik ist so groß, daß ich seit 10 Jahren mir nicht mal trau, ein Praktikum als Programmierer zu machen. Obwohl ichs mir sehnlichst wünsche, weil ich so ne Struktur brauche. Vorm Studium bin ich immer zu 90% geflüchtet in meine Traumwelten....weil ich es DARF. Es gibt keine Konsequenzen. In der Firma gäbs sofortige Konsequenzen.Ansonsten erst mal einen Abschluss hinkriegen und danach Quereinsteiger....
Wenn das alles im Augenblick nicht möglich ist, vl. eine knallharte Eigenerziehung. Habe schon mal gehört, dass so was auf einem Schiff,
oder Berg möglich ist. Man kann da einfach nicht ausbüchsen.
)Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »porceleiner« (23. Dezember 2011, 14:40)
Oder bist Du jetzt wie angekündigt schon wieder auf dem Sprung?
Nein es hat sich ja dann doch noch einiges getan. Nehm den Sprung zurück! Nein es hat sich ja dann doch noch einiges getan. Nehm den Sprung zurück!
Er bietet als Ansatz eine Familienaufstellung an... Ich weiss aber eh schon alles über meine Eltern (Psychoanalyse), was würde da sowas noch bringen?
Wieso freut dich das gleich so ?Na, das freut mich jetzt aber sehr!
Zitat von »porceleiner«
Er bietet als Ansatz eine Familienaufstellung an... Ich weiss aber eh schon alles über meine Eltern (Psychoanalyse), was würde da sowas noch bringen?
Dazu lasse ich den Autor einfach mal selber sprechen. Ich habe leider noch überhaupt keine Erfahrung mit Aufstellungen, würde das aber gerne mal ausprobieren. Muss mich mal erkundigen, wo es hier in der Gegend gute Leute gibt, die das kompetent begleiten und auffangen können...
http://www.vchu.de/angebote/familienstellen/
Interessant, erklär mal! Was hat das kompensieren mit Programmierren zu tun?das war auch mal mein Wunsch, Programmierer zu werden. Allerdings hatte ich damals den Grund dafür, wie schwach ich eigentlich war und wie sehr ich kompensierte, noch nicht erkannt
Klingt sehr ernüchternd, was du da schreibst. Böse Realität halt, gell, wie überall...Die kriegen das Programm zu schreiben, unterteilen das in Unterprogramme, und gut ist, wer sein Teilprogramm schnell und fehlerfrei hinbekommt, und den letzten beissen die Hunde. Diejenigen, die diese Rolle nicht einnehmen, haben überhaupt keinen Anhaltspunkt, wo sie in den Augen ihres Chefs stehen und haben daher untereinander wahrscheinlich ein Verhältnis wie Hund und Katz. Aber das ist nur meine Sicht von außen, aber vielleicht meldet sich ja ein Insider.
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »porceleiner« (23. Dezember 2011, 19:00)
Wieso freut dich das gleich so ?![]()
Beim Lesen dieses threads und Deinem sofort wieder angekündigten Rückzug hab ich erst gedacht: Was ist denn das hier für eine beleidigte-Leberwurst-Nummer? Der Typ hat ja wohl gaaaarnix gelernt.
Ich hab mich gefreut, dass trotz dieser Nummer einige user darauf nicht eingestiegen sondern auf Dich eingegangen sind (weil die offenbar was gelernt haben...) Ging also gar nicht so sehr um Dein Bleiben eigentlich, hab mich da unklar ausgedrückt bzw ich merke das gerade erst. Obwohl ich mich natürlich trotzdem immer über Leute freue, von denen konstruktiver Input für dieses Forum kommt... ok?
Ja, Familienaufstellung. Die Vorstellung, dass sich mit völlig unbekannten Leuten die Situation der Familie damals einfach ergibt, klingt sehr spannend und hat schon was magisches, weil die kennen meine Familie ja gar nicht...
Allein deswwegen würd ichs auch mal ausprobieren wollen....
Aber dass sich da dann mords was verändern kann in einem selbst, das glaub ich nicht. An soviel Zauberei glaub ich dann doch nicht. Zumindest bei mir nicht.
Na ja, aber auch mit selbstkritischem Hinterfragen meiner Erwartungen, also auch mitWas ist denn das hier für eine beleidigte-Leberwurst-Nummer?

Ach ja - darf ich das Buch unter die Buchtips reinstellen? Oder macht das jmd anderes?
Ich will noch einige inspirierende Textpassagen zitieren (darf ich das hier im Forum?)
Interessant, erklär mal! Was hat das kompensieren mit Programmierren zu tun?
Der muss allmächtig sein.... PCs können ja nur 0 und 1, alles andere ist Show... Und dann warst du beim Programmieren doch nicht allmächtig?Was muss das also für ein Kerl sein, der einen Computer programmieren kann?
2001? Bei Alien war der Computer die allwissende Mutter...ein Film über Astronauten, der in einer Katastrophe endete mit einem spinnenden Computer, der HAL hieß
wie meinst du das? Dass es im Film so aussieht, als schrieben die nur n bisschen was und dann passiert ganz viel im Rechner? Es ist in Wirklichkeit ja andersrum....Weil es mir ein bischen frech vorkam, 3 Zeilen pro Tag und Programmierer in die Welt hinauszuposaunen
Zitat
"Die ich bin ok, du bist ok - Erziehung."
"Unter heutigen Eltern gibt es mittlerweile ein ganzes Spektrum von "Ich bin okay, du bist okay"-Erziehungsstilen, die man "Laissez-faire", "Helikopter" und "Rollentausch" nennen könnte.
Allen 3 Typen ist die Überzeugung gemein, dass Eltern und Kinder im Hinblick auf Rechte und Bedürfnisse annähernd gleich sind, dass Eltern die Freunde ihrer Kinder sein sollen und dass das Selbstwertgefühl der Kinder auf jeden Preis
gefördert und geschützt werden muss. Aber der jeweilige Stil unterscheidet sich(...)
Die Laissez-faire Erziehung
Bei diesem Erziehungsstil gehen Eltern in ihrem Versuch, Autoritäten zu sein, indirekt, nicht konfrontativ, vage und freundlich vor.
Diese Eltern, oft aus den Babyboomern, glauben, dass sie so etwas wie einen Erziehungsstil gar nicht wirklich haben, weil sie sich nicht als Autoritäten betrachten.
Sie geben gewöhnlich nicht viele Ratschläge oder, wenn sie tun, entschuldigen sie sich anschliessend dafür. Doch wollen sie ihrem Nachwuchs größtmögliche Ermutigungen und Chancen zuteil werden lassen, uns sie geben gern mit den Leistungen und Erfolgen ihrer Kinder an. Sie finden gewöhnlich einen Weg, Kritik an ihren Kindern durch Autoritäte wie Schulpersonal..., zu verhindern oder zu entkräften. Laisser-faire-Eltern sind zurückhaltend oder inkonsequent beim Diszipliniern und versuchen, ihre Kinder stets in einem positiven Licht zu sehen.(...)
Helikopter-Erziehung
Dies betrifft Eltern, die wie ein Helikopter behütend über ihre Kinder schweben und nicht nur freundlich zu ihnen, sondern eng befreundet sein wollen. In der Annahme, dass Kinder und Eltern IMMER angenehme, vertraute Gefühle haben sollten, konzentriert sich die Helikopter-Erziehung auf den Erfolg und die Kreatitvität der Kinder wie auch auf eine konfliktfreie Beziehung.
Sie wird am häufigsten von Eltern der Generation nach den Babyboomern praktiziert und vermittelt dem Beobachter den Eindruck, dass die Eltern an das Kind appelieren, ihnen Anerkennung zu zollen oder ihr bester Freund zu sein.
Helikopter-Eltern haben den unrealistischen Wunsch, dass der kleine Jonah 24 Stunden am Tag glücklich sein soll, auch wenn sie vllt wissen, dass das unmöglich ist.
Statt ihrem Sohn beizeiten die wertvolle Lektion zu erteilen, daß sie seiner Fähigkeit vertrauen, mit Enttäuschungen und Grenzen fertigzuwerden, umgehen sie den Konflikt und vermeiden die damit einhergehenden unangenehmen Gefühle.
Ohne es zu wollen, berauben sie Jonah der kleinen normalen Schwierigkeitn, die ihn gegen späteren Stress im Leben gefeit machen.
Seit er auf der Welt ist, versuchen sie, ihm alle Stürme zu ersparen. Tief im Innern fühlen sich Helikopter-Eltern vllt ängstlich oder schuldig, weil sie die elterliche Autoritä nicht ausüben und Freunde ihrer Kinder sein wollen, aber sie glauben, Strenge könnte die Seele des Kindes zerbrechen.
ALlerdings soll Jonah ehrgeizig sein und das bestmögliche College besuchen, damit er jede erdenkliche Erfolgschance hat. Statt ihm zu helfen, mit der Realität umzugehen, reden sie jedoch seine problematischen Verhaltensweisen schön und sind ausser sich, wenn er in der Schule zu hart für ein "kleineres" Vergehen bestraft wie Abschreiben bestraft wird.
(...)
Die Rollentausch-Erziehung
(...)Dieser Stil ist noch mehr auf Gegenseitigkeit bedacht(...).
Er ist der vollständige Ausdruck der Vorstellung, dass Kinder Blumen sind: Wenn man Kindern nur die richtige Nahrung, uneingeschränkte Zuwendung und viel Freiheit gewährt und ihren inneren Genius fördert, werden sie gedeihen.
Die extremste Variante der Rollentausch-Erziehung ist die New-Age_Theorie von den sogenannten Indigo-Kinde rn, die in dem populären Buch "Die Indigo Kinder" von Lee Carroll und Jan Tober dargestellt wird.
Das Buch ist eine Sammlung von Aufsätzen, denen zufolge in den letzten Jahrzehnten eine neue Art Kinder zur Welt gekommen ist. Diese Kinder verfügen nicht nur über eine außergewöhnliche Intelligenz und andere kreative Gaben;
sie haben auch eine übernatürliche Intuition und Einsicht.
Wenn sie oft aufsässig sind und schwierig im Umgang, dann nur, weil sie weiter sind als die anderen sind, auch als ihre Eltern und andere Erzieher. Sie sind spirituell begabt und imstande, die Emotionen anderer intuitiv zu erspüren.
(...)
Sie ist auch große Anhängerin des Buddhismus, und beschreibt diese Lehre als Gegenpol zum "Besonderssein". Vor allem, dass das Leiden und das Aushalten von negativen Gefühlen der Weg zu mehr Selbstannahme ist - was ja wirklich das Gegenteil der betüldenden Erziehung ist....
Der nächste Schritt
(...)
Die "ich bin ok, du bist ok"-Erziehung gibt dem individuellen Selbst der Kinder zu viel Aufmerksamkeit und Zuwendung, ohne bei den Kindern das Bewusstsein und die Fähigkeiten auszubilden, die sie brauchen, um sich in der Hierarchie der Welt einzufügen: autonom zu werden, aktive Mitglieder einer Gruppe zu sein und sich in Gemeinsinn zu üben.
Pardoxer-und traurigerweise beraubt die "Ich bin ok, du bist ok"-Erziehung heranwachsende Kinder vieler wesentlicher Vorteile, die die Babyboomer von ihren Eltern empfingen.
Und doch wird jeder Versuch, zur Vergangenheit zurückzukehren und auf traditionelle Erziehungsstile zurückzugreifen, die Situation, mit der wir jetzt konfrontiert sind, nicht korrigieren.
Frühere Erziehungsstile erkannten nicht die zentrale Bedeutung der Beziehung in der menschlichen Entwicklung, insbesondere der Art von Beziehung, durch die Kinder lernen, emotionale Intelligenz und Einfühlungsvermögen für andere zu entwickeln. Und früher besaß man auch nicht die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Entwicklungh des Gehirns und die Herausforderungen, die Kinder in jedem neuen Entwicklungsstadium meistern müssen.
Während die traditionelle Erziehung Kinder auf die Autonomie vorbereitete, indem man sie zu verschiedenen Aufgaben und Pflichten heranzog und darauf bestand, dass sie sich mit ihern Fehlern und Misserfolgen auseinanderzusetzen, fehlte dieser Erziehung eine kritische Erkenntnis dessen, was man für die Autonomie braucht und wie sie sich im Laufe des Lebens weiterentwicklet.
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »porceleiner« (31. Dezember 2011, 17:49)
)Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »porceleiner« (28. März 2012, 10:34)