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Mittwoch, 11. April 2012, 16:01

Lügen und Fantasie

Einen wunderschönen Tag an alle,

Bin schon seit längerem in Therapie (seit 5 Monaten). Ich komme sehr gut mit meinem Therapeuten zurecht. Ein Problem kann ich aber nicht wegbekommen. Er fragt mich zum Beispiel, wie es mir geht und ich antworte wahrheitsgemäß. Dann fragt er, ob irgendwelche Probleme auftraten, weil ich mich zu sehr in den Vordergrund gestellt habe oder in depressive Phasen abgerutscht war. Und ich erzähle irgendwelche Stories, die in dieser Weise nicht passiert sind. Sie klingen immer aufregend und dramatisch. Manchmal flechte ich "Wahrheiten" mit ein, normalerweise sind die Dinge aber nicht so gewesen. Ich nehme mir vor jeder Sitzung vor: Heute lässt du das Geschichtenerzählen und sagst nur die Wahrheit.
Aber jedesmal, wenn ich über Probleme berichten soll, erfinde ich die wildesten Geschichten.

Nun frage ich mich natürlich, warum das so ist. Allein, dass ich das hier schon zugeben kann, ist ein großer Fortschritt und zeigt, dass die Therapie was bringt.

Hat jemand hier im Forum ein ähnliches Problem? Hat das damit was zu tun, mehr Aufmerksamkeit zu erregen?
Bei Freunden mache ich das auch gerne. Allerdings muss in den Geschichten dann schon mehr Wahrheit dabeisein, da die Freunde die Geschichten eher nachprüfen können.

Vielleicht ist mein Leben aber auch nur zu langweilig, und um das zu kaschieren, schmücke ich mein Leben aus?

Und es wird zunehmend schwieriger, mir das alles zu merken....

Viele Grüße,
leseratti85
*_paula_* Fernabi 2012 :D

2

Mittwoch, 11. April 2012, 16:15

Hallo Leseratti,
Und es wird zunehmend schwieriger, mir das alles zu merken....

also ich kenne das so, dass ich gewisse Erlebnisse in meinem Leben durch Ausschmückungen veredelt habe. Das habe ich teilweise so verinnerlicht, dass ich manchmal gar nicht mehr weiss, wie es denn wirklich war und was ich dazu phantasiert habe.

Du könntest das doch mal bei Deinem Therapeuten genauso offen ansprechen, wie Du es hier getan hast. Das Problem ist ihm sicher nicht fremd.

LG, EK
"Bin viel zu müde, um aufzugeben. Wär auch zu früh, weil immer was geht " (aus Herbert Grönemeyer, Der Weg)

3

Mittwoch, 11. April 2012, 16:31

Danke für die Rückmeldung. Mir geht es auch so, dass ich nicht mehr weiß, was ich denn nun erfunden habe. Manchmal hab ich einen Tagtraum, indem mich jemand nicht beachtet hat oder so und dann bin ich auf die Person sauer :nene:

Ich glaube, ich weiß, warum ich das nicht mit meinem Therapeuten besprechen kann. Stell dir die Situation doch mal vor: "Herr Therapeut, die Probleme, an denen wir arbeiten, sind eigentlich gar nicht so passiert."

Der fällt ja aus allen Wolken?!

Hier im Forum, da bin ich anonym, da kann ich sowas sagen, aber dem ins Gesicht? Das traue ich mich nicht. Da würde ich meine Schwäche ja unwiderruflich eingestehen. Nachher glaubt der mir gar nichts mehr.

Andererseits könnte ich ihn somit auch schocken. Und wenn er ein wirklich guter Therapeut ist, dann wird er trotzdem mit mir weiterarbeiten wollen, oder?

Am Freitag ist Termin.

leseratti85
*_paula_* Fernabi 2012 :D

4

Mittwoch, 11. April 2012, 16:45

dann wird er trotzdem mit mir weiterarbeiten wollen, oder?
Mein Therapeut sagte neulich: "Wenn Sie glauben, Sie seien das allerschlimmste, was mir in meiner Laufbahn untergekommen ist, muss ich Sie leider enttäuschen." :lach: Die erleben ganz andere Sachen....

Der fällt ja aus allen Wolken?!
glaub ich nicht.....und dass er Dir dann die Sachen nicht mehr so einfach glaubt, kann ja dann eine ganz neue Erfahrung sein, die Dir was bringen kann....Therapie ist immer auch eine Möglichkeit, im geschützten Raum, was Neues auszuprobieren.....
"Bin viel zu müde, um aufzugeben. Wär auch zu früh, weil immer was geht " (aus Herbert Grönemeyer, Der Weg)

5

Mittwoch, 11. April 2012, 17:22

Wie fühlst Du Dich denn, wenn Du die Wahrheit sagen sollst? Was spürst Du in dem Moment, in dem Du dann anfängst, wilde Storys zu erzählen? Achte beim nächsten Mal doch mal darauf. Ganz genau hinschauen. Nicht gleich dagegen wehren, nur gucken, was da hochkommt an Gedanken und Gefühlen. Geht das? Oder geht das in dem Moment überhaupt nicht?

Ich kenn's von mir früher, dass ich mich halt ganz wertlos gefühlt habe und was Besonderes sein wollte.
The more crap you put up with, the more crap you are going to get.

6

Mittwoch, 11. April 2012, 19:41

Wie fühlst Du Dich denn, wenn Du die Wahrheit sagen sollst? Was spürst Du in dem Moment, in dem Du dann anfängst, wilde Storys zu erzählen? Achte beim nächsten Mal doch mal darauf. Ganz genau hinschauen. Nicht gleich dagegen wehren, nur gucken, was da hochkommt an Gedanken und Gefühlen. Geht das? Oder geht das in dem Moment überhaupt nicht?
Das ist eine sehr gute Idee. Habe das vorher bei meiner Freundin ausprobiert. Wir waren Schwimmen und auf dem Weg zum Schwimmbad habe sie gefragt, ob ihr schon aufgefallen ist, dass ich viele Dinge dramatischer darstelle. Sie meinte: Das wäre offensichtlich für sie, und dass sie da schon dran gewöhnt ist.
War natürlich ein Schock. Was kamen da für Gefühle hoch? - Hilflosigkeit, Wut, (ich bin also für sie gar nicht so toll...). Und dann sagte sie noch:
"Jeder hat doch irgendwie sein Päckchen zu tragen, und meiner Meinung nach hast du überhaupt keinen Grund, zum Psychologen zu gehen. Du bist doch psychisch gar nicht so krank, wie du immer tust."
Sie hat den Nagel zwar auf den Kopf getroffen, trotzdem geht es mir ja nicht gut. Ich hätte echt heulen können, als sie mir das gesagt hat. Da kam so ein Trotz hoch, von wegen: "Der zeig ich, dass ich wirklich krank bin. Dann muss ich einfach noch mehr übertreiben."
Es hat mich sehr gestört, dass sie mich so wenig ernst genommen hat. Irgendwie scheint es bei ihr nicht mehr zu funktionieren. Früher war sie noch geschockt und heute geht sie nach meinen "flammenden Reden" einfach wieder zur Tagesordnung über.

Mein Therapeut sagte neulich: "Wenn Sie glauben, Sie seien das allerschlimmste, was mir in meiner Laufbahn untergekommen ist, muss ich Sie leider enttäuschen." Die erleben ganz andere Sachen....
Wenn mein Therapeut das zu mir gesagt hätte, würde ich mich ganz schön gekränkt fühlen. So, als nähme der mich nicht ernst genug.
Ich kenn's von mir früher, dass ich mich halt ganz wertlos gefühlt habe und was Besonderes sein wollte.
Jetzt nicht mehr? Wie hast du das geschafft?

War ganz schön anstrengend, das hier aufzuschreiben. Grade kam mir der Gedanke: Wenn ich wirklich aufhöre mit diesem Erfinden von Geschichten und Dramatisieren, was bleibt mir denn dann noch? Will sich jemand dann noch mit mir abgeben? Ich habe zwar nicht so viele Freunde, aber wenn ich irgendwo auf eine Party gehe, dann sagen die Leute immer:
"Jetzt geht die Party los". Ich bin immer die Stimmungskanone und mit mir wirds nie langweilig. Ich weiß zwar nicht, ob die Leute hinter meinem Rücken vielleicht über mich lästern ("wie die sich mal wieder in den Vordergrund gespielt hat..."), aber es gibt mir ein gutes Gefühl. Wenn ich meinen Freunden Geschichten über mein aufregendes Leben erzähle, und mir alle gebannt zuhören, dann geht's mir einfach gut.
Und damit soll ich jetzt aufhören?

Es hört mir doch keiner mehr zu, wenn ich meine Geschichten so anfange: "Also, heute Morgen bin ich erstmal auf die Toilette. Dann war ich beim Rewe einkaufen, weil, Morgen ist ja Sonntag und da sind die Läden zu...."

Ein Schulpsychologe hat mal in einer Sitzung zu mir gesagt (schon länger her): "Du musst dich nicht interessanter machen, als du bist. Ich krieg mein Geld so oder so."

Das empfand ich damals als eine Beleidigung, heute kann ich das verstehen.
*_paula_* Fernabi 2012 :D

7

Mittwoch, 11. April 2012, 19:52

Es hört mir doch keiner mehr zu, wenn ich meine Geschichten so anfange

Wenn mein Therapeut das zu mir gesagt hätte, würde ich mich ganz schön gekränkt fühlen. So, als nähme der mich nicht ernst genug.
Es hat mich sehr gestört, dass sie mich so wenig ernst genommen hat.
Nimmst Du Dich denn selber ernst?
"Bin viel zu müde, um aufzugeben. Wär auch zu früh, weil immer was geht " (aus Herbert Grönemeyer, Der Weg)

8

Mittwoch, 11. April 2012, 20:13

Da müsste ich mal drüber nachdenken, ob ich mich selber ernst nehme. Was heißt das überhaupt? Ist das gleichzusetzen mit "sich wichtig nehmen"? Macht man sich dann nicht wieder wichtig? Das würde in die falsche Richtung laufen.
*_paula_* Fernabi 2012 :D

9

Mittwoch, 11. April 2012, 21:14

Ich habe es schon wieder getan! Das gibt es doch gar nicht. Kaum war der Telefonhörer aufgelegt, dachte ich: "Was habe ich denn jetzt schon wieder erzählt?" Und dann fiel mir mein Beitrag hier ein.
Jetzt habe ich mir Karteikarten in der ganzen Wohnung aufgehängt. Da steht drauf: "Wahrheit sagen".
Vielleicht hilft das ja. :denk_
*_paula_* Fernabi 2012 :D

10

Mittwoch, 11. April 2012, 21:16

Hast Du eigentlich schon mal eine Art "Plan für den peinlichen Notfall" entwickelt? 8) :whistling:
Es ist nicht genug, zu wissen - man muß es auch anwenden.
Es ist nicht genug, zu wollen - man muß es auch tun

Johann Wolfgang von Goethe

11

Mittwoch, 11. April 2012, 21:30

Hast Du eigentlich schon mal eine Art "Plan für den peinlichen Notfall" entwickelt?
Haha, das finde ich ja mal witzig. :D Nein, wie gesagt ist das bisher selten gewesen, dass ich erwischt wurde und es negative Konsequenzen gab. Früher, als ich noch sehr viel Alkohol getrunken habe, war es allerdings ständig so, dass meine Geschichten nie im Leben hätten möglich sein können.
Die Polizei hatte mich mal betrunken auf dem Fahrrad erwischt. Sie fragten mich: "Haben Sie etwas getrunken?" - Ich: "Nein, jemand hat mir Bier über die Jacke gekippt, deshalb stinke ich so."
Das war natürlich nicht wahr, und die Polizei hat es auch sofort per Blutprobe nachgewiesen. Wahrscheinlich haben die das sowieso nicht geglaubt. Alkoholisierten Personen glaubt man ja tendenziell sowieso weniger.
Ich wollte meinem Vater vor Kurzem mal was beichten, und er meinte, er hätte es längst gewusst. Also auch da keine Auswirkungen oder Konsequenzen.

Wie würde denn so ein Notfallplan aussehen? Ist das nicht kontraproduktiv? Oder war das jetzt ein Witz?
Vielleicht könnte ich es auf meine Anti-Depressiva schieben, von wegen: kurzfristig nicht zurechnungsfähig/geistig verwirrt? Dann sage ich, dass es eine Nebenwirkung dieses Mittels wäre? :yeah:
*_paula_* Fernabi 2012 :D

12

Mittwoch, 11. April 2012, 21:34

Habe gerade einen anderen Thread gelesen:


"NPS mit "Pseudologia phantastica"-Tendenz"


Ich zitiere:



"Menschen lügen, weil sie sich in einem anderen Licht darstellen wollen. Selbstwertproblematik."

Dazu passen wohl Dinge wie z.B. das Ausschmücken von Erzählungen, Aufwertungen von Erzählungen über sich selbst, bis hin zur Erfindung
von Begebenheiten, die man dann zum Besten gibt? Ja, das ist mir sehr vertraut."


Zitat Ende.


Vielleicht sollte ich mich mal näher mit diesem Thema beschäftigen.
*_paula_* Fernabi 2012 :D

13

Mittwoch, 11. April 2012, 21:45

Nein, das war kein Witz von mir.
Mir kamen nur einige Gedanken...

Hier auf Verständnis zu stoßen, was Deine erfundenen Geschichten betrifft, muss nicht zwangsläufig da draußen im RL auch der Fall sein. Es könnte passieren, dass die Leute sich, sollten diese Geschichten mal hochgehen, mächtig vera**** fühlen und dann entsprechend reagieren. Soll heißen: Nicht jeder wird Dich nun nach den Gründen fragen, warum Du das tust, sondern wird unter Umständen nichts mehr mit Dir zu tun haben wollen.

Derzeit scheint es so, als könntest Du den Zug, auf dem Du Dich befindest, stoppen und absteigen...also aufhören, irgendwelche erfundenen Stories zu erzählen. So wie es aussieht, ist Dir aber wohl eher nach Weitermachen.

Im Leben tut es oft weniger weh, etwas selbst zu beenden, so lange man die Möglichkeit dazu hat als dass es von anderen beendet wird.

Deine "Märchen" könnten den Verlust von Freundschaften nach sich ziehen, von denen Dir vielleicht erst dann bewusst wird, wie wichtig Dir diese sind, wenn Du sie nicht mehr hast.

Aber vielleicht sehe ich das auch alles was zu pessimistisch. :)
Es ist nicht genug, zu wissen - man muß es auch anwenden.
Es ist nicht genug, zu wollen - man muß es auch tun

Johann Wolfgang von Goethe

14

Mittwoch, 11. April 2012, 21:59

Nein, skajar, das ist nicht zu pessimistisch gedacht. Ich sehe selbst ein, dass es problematisch ist, so weiterzumachen. Deshalb habe ich mir auch ein Forum gesucht und es zur Sprache gebracht.

Oh man, vielleicht kann mir aber auch keiner helfen. Vielleicht muss ich die Erfahrung machen, wie es sich anfühlt, wenn jemand nichts mehr mit mir zu tun haben will. Ich möchte ja auch keinen verar***en. Die Leute sollen mich ja mögen. Ist irgendwie paradox.

Es heißt ja, dass man jemand anders nur lieben kann (bzw. respektieren), wenn man das bei sich selbst tut. Und so, wie ich mit anderen umspringe, heißt das ja eigentlich nur, dass ich mich selber nicht respektiere bzw. akzeptiere. Denn ich lüge mich selbst auch an.
Ich glaube, das wurde oben schon gefragt (nehme ich mich selber ernst?).

Erst mal eine Nacht drüber schlafen. :schlaf_
*_paula_* Fernabi 2012 :D

15

Mittwoch, 11. April 2012, 22:01

Und so, wie ich mit anderen umspringe, heißt das ja eigentlich nur, dass ich mich selber nicht respektiere bzw. akzeptiere. Denn ich lüge mich selbst auch an.
Ich glaube, das wurde oben schon gefragt (nehme ich mich selber ernst?).


Na, dann bist Du doch noch vor dem Schlafengehen einen Schritt weiter.. :) ;)

Gute Nacht... :schlaf_
Es ist nicht genug, zu wissen - man muß es auch anwenden.
Es ist nicht genug, zu wollen - man muß es auch tun

Johann Wolfgang von Goethe

16

Donnerstag, 12. April 2012, 13:29

Ich lese gerade das Buch von Katharina Ley "Versöhnung mit den Eltern - Wege zur inneren Freiheit". Ich zitiere:

Dies ereignet sich in vielen Familien. Es sind die gut gemeinten Beziehungen, die aufrechterhalten werden, weil "man eben eine Familie ist". Da ist eine gewisse Pflicht, wenn nicht gar ein Zwang dabei....Es herrscht ein manchmal langweiliger, manchmal aggressiver Friede. Es fehlen Wärme, Harmonie, Freude und Genuss. Es fehlen Echtheit und Authentizität." Zitat Ende.

Das könnte ich auch bei meiner Familie so beschreiben. Bei uns wird nie wirklich gesagt, wie wir uns fühlen, was wir wirklich denken usw. Jeder versucht, sich bestmöglichst darzustellen, Schwächen werden übersehen bzw. nicht zugelassen. Ich habe vor Kurzen erst meiner Mutter gesagt, dass ich es nicht okay finde, andauernd das Thema zu wechseln. Das ist dann folgendermaßen:

Ich: Mama, warum sind deine Augen eigentlich so rot? Hast du schlecht geschlafen?
Sie: Sagt mal, haben wir uns schon überlegt, was wir heute zu Abend essen wollen?

Naja, ist nicht so einfach, die Familie. :kopfkratz:
*_paula_* Fernabi 2012 :D

17

Donnerstag, 12. April 2012, 14:04

Ich möchte ja auch keinen verar***en. Die Leute sollen mich ja mögen. Ist irgendwie paradox.


Dazu wollte ich gestern noch was geschrieben haben, ist mir aber untergegangen:

Paradox ist das nicht, es ist schon klar, um was es Dir geht. Was Du nicht beeinflussen, bzw. absehen kannst, ist, ob Deine Freund dann auch so viel Verständnis dafür haben und sich nicht vielmehr dadurch auf die Füße getreten fühlen.

Grüße
skajar
Es ist nicht genug, zu wissen - man muß es auch anwenden.
Es ist nicht genug, zu wollen - man muß es auch tun

Johann Wolfgang von Goethe

18

Donnerstag, 12. April 2012, 14:14

Danke, skajar, für deine Antworten (und natürlich auch den anderen).

Nur, um das nochmal zu verdeutlichen:

Ich versuche, vor meinen Freunden eine Person darzustellen, die ich nicht bin, damit sie mich mögen - wenn ich es aber zu weit treibe, könnte ich genau das Gegenteil damit erreichen. Nämlich, dass sie das nicht verstehen und mich verlassen.


Ist das eine Paradoxie? Vielleicht verwende ich auch nur den falschen Begriff.

Hat jemand eigentlich eine gute Buchempfehlung zum Thema Narzissmus? Habe auf Amazon nachgesehen und da gibt es so viele Bücher zur Auswahl. Und manche haben auch noch gute und schlechte Rezensionen. ?(
*_paula_* Fernabi 2012 :D

19

Donnerstag, 12. April 2012, 14:28

Ist das eine Paradoxie?


Ich kann nur sagen, was für mich paradox rüber kommt.

Du stellst Dich vor Deinen Freunden bewusst anders dar, weil Du möchtest, dass sie Dich mögen...bist Dir aber gleichzeitig sehr wohl darüber im Klaren, dass der Schuss nach hinten losgehen kann.

Wäre ich einer dieser Freunde und würde erfahren, dass Du mich so lange bewusst belogen hast, würde ich wohl als erstes sagen, dass ich es traurig finde, dass Du so vorgehen musst.
Ich würde grundsätzlich diese Freundschaft in Frage stellen, da in dem Moment für mich klar wäre, dass ich nicht einmal wirklich weiß, wer Du bist...ich ja nur den kenne, der Du vorgibst, zu sein. Für mich wäre ich in dem Fall einem "Fake" aufgesessen. Dürfte kein gutes Gefühl sein.
Es ist nicht genug, zu wissen - man muß es auch anwenden.
Es ist nicht genug, zu wollen - man muß es auch tun

Johann Wolfgang von Goethe

20

Donnerstag, 12. April 2012, 14:45

Für mich wäre ich in dem Fall einem "Fake" aufgesessen
Ganz schön gemein von mir, oder? Wenn mir das so direkt gesagt hat, hört es sich noch mal viel schlimmer an. :schäm:

Vielleicht sind mir andere Menschen doch nicht so wichtig, wie ich dachte. :|

Werde ich mal drüber nachdenken.
*_paula_* Fernabi 2012 :D

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