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Was ist nicht normal und weshalb?? Deine Schuldgefühle? Du hast Dich von Deinen Eltern "abgenabelt" und stellst so einiges in Frage...klar, dass da Schuldgefühle aufkommen können... Dass Du diesen Gefühlen aus dem Weg gehen und auf niemanden angewiesen sein möchtest!? Also ich kenne wenige Menschen (eigentlich keinen) die gern auf jemanden "angewiesen" sind! Du warst sehr stark in Deine Familie eingebunden und bist nun ausgebrochen, gut verständlich dass da jetzt Unsicherheit mitspielt, vor allem da Deine Familie ja immer noch Druck auf Dich auszuüben scheint. Aber muss Dein Handeln/Fühlen/Denken deshalb gleich "unnormal" sein?Am Liebsten würde ich auf Keinen angewiesen sein um diesen Gefühlen aus dem Weg zu gehen. Das ist nicht normal.
Liebe Fay72,Naja es ist schwer momentan mit der Entscheidung zu leben sie lings liegen zulassen aber ich fühle mih nichts desto trotz befreit. Lange hätte ich das nicht mehr machen können. Es ist nur so schwer standhaft zu bleiben, daher interessiere ich mich sehr für euren Lernprozess und Erfahrungen. Wie ihr aus diesem Kreislauf rausgekommen seit. Vlt. habt ihr ja ein paar Tipps wie man besser damit lebt.
und sowas
und sowas
und das ist sowas von erleichternd. Falls das für dich interessant klingt, bitte unbedingt darauf achten, dass der Therapeut ein Vorgespräch und vor allem ein Nachgespräch mit anbietet. ...und nur, wenn du wirklich das Gefühl hast, dir die Familiengeschichte anschauen zu wollen.
Herzlich willkommen!
Das krankhafte Streben nach Autonomie ist auch eine meiner größten Baustellen.
Und keiner mag sie, weil sie die Einzigste ja so ehrlich frei raus ist. Sie zieht sozusagen die Fäden, sodass sie bei jedem in einem gutem Licht steht. Sie hatte abwechselnd und stetig mit jedem in unserer Familie Probleme.
Meine Mutter hat aus ihrer Sicht noch nie Fehler begangen.
Es ist, als würdest Du über meine Mutter schreiben...Wir haben kein recht mündig zu sein, den wir sind schließlich 20 Jahre jünger und könnten mit ihnen garnicht reden.
Mir hat das Buch Vergiftete Kindheit von Susan Forward sehr geholfen zu sehen, was in meiner Kindheit schief gelaufen ist.Es ist nur so schwer standhaft zu bleiben, daher interessiere ich mich sehr für euren Lernprozess und Erfahrungen. Wie ihr aus diesem Kreislauf rausgekommen seit. Vlt. habt ihr ja ein paar Tipps wie man besser damit lebt.

) . Die Probleme fingen erst wirklich mit 18 an, erst rebellierte ich wurde wieder zurechtgestützt, ich war zu schwach. Ich glaube alleine wäre ich nicht so einfach oder in diesen jungen Jahren da raus gekommen. Ich lernte vorletztes Jahr meinen Freund kennen. Er selber kennt die Situation durch seine Schwester. Sie hat sogut wie alles auch so erlebt und war auch die Älteste von vier und hatte die selbe Funktion in der Familie. Viele Aussagen meiner Eltern sind identisch mit ihren Erfahrungen. Sie hat sich schlussendlich nur durch Kontaktabbruch daraus retten können. Ich fange jetzt langsam an mich um mich selbst zu sorgen. Dinge zu tun weil ich es möchte, egal ob es Zustimmung findet oder nicht. Und das ist ein befreiendes Gefühl. Ich hab mich mein ganzes Leben in ein Gefängnis gesperrt. So empfinde ich es.Nein, oberflächlich ist er mir keinesfalls vorgekommen!! Mir fehlte nur der Bezug zur Überschrift und ich konnte es dadurch nicht richtig einordnen...allerdings hatte ich beim Schreiben meines Beitrags Deinen zweiten Beitrag auch noch nicht gelesenJa mein Beitrag war womöglich etwas oberflächlich trotz Textfülle:
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Erkennntisse und einen Weg für Dich, mit der Situation zukünftig gut umgehen zu können!!!
Das kann es aber doch nicht sein, oder?
Ich bin mittlerweile Anfang 40 und meine Einsicht kam erst vor ca. 5 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Kids schon 9 und 6 Jahre alt und ich hoffe für sie, dass ich bei ihnen nicht zu viel zerstört habe, weil ich nämlich vor meiner Einsicht ein Mensch war, der jegliche Schuld nach Außen abgab (wieder ein Extrem)...eigentlich wie meine Mutter.
Bin aber noch zuversichtlich...auch wenn es phasenweise schwer ist.Danke Mariko für diese deutlichen Worte! Schön ist es nicht, wenn man keine andere Möglichkeit sieht, als den Kontakt abzubrechen, um seine Würde zu erhalten. Aber diese ständigen Schuldgefühle, die von diesen co-abhängigen Familiensystemen vermittelt werden, müssen wir uns nicht anziehen.Zum Thema Kontaktabbruch zu den Eltern:
In eine Familie wird man ohne gefragt zu werden hineingeboren, Freunde allerdings kann man sich aussuchen.
Der Spruch Blut ist dicker als Wasser - für mich mittlerweile Bullshit.
Und.
Du sollst deine Eltern ehren (egal wie scheiße sie sich verhalten). Ein kirchliches Dogma...also auch Bullshit.
Ja ich verstehe was du meinst. Und wahrscheinlich war mein Handeln, die Schuld auf mich zu nehmen nicht richtig (altes Muster). Er löst ja auch aus, dass ich die Autonomie in unserer Beziehung in Frage stelle. Weiß aber nicht, ob das bei einem anderem Partner nicht auch so wäre???
Zitat
Zitat von Mariko:
In Sachen "krankhaftes Streben nach Autonomie" und Nähe-
Distanzverhalten. Auch hier sind die Extreme nicht gut. Mit Extremen
meine ich entweder die gesamte Schuld an seine Außenwelt abzugeben oder
die gesamte Schuld auf sich zu laden.
Vermute die Tendenz ist groß, dass ich es vermutlich gleich empfände.
extrem schwer für mich.
Zur Zeit bei mir auch wieder aktuell.Es heisst ja nicht, dass du auf die Liebe in Deiner Familie verzichten musst, die es ja in jeder Familie auch irgendwo gibt, auch wenn alles noch so durcheinander ist. Mir hilft der Gedanke, dass es ein Aussteigen ist aus einem kranken Familienmuster ist und das Niemandem, am wenigsten mir selber damit geholfen ist, in dem Muster drin zu bleiben.Bei mir kommt dann immer hoch, dass sind doch deine Eltern, so kann man doch nicht denken.
Bei mir war das jedenfalls auch so. Ich habe meine Gefühle ganz tief vergraben und bin in die Härte und in die Kälte gegangen. Da fühlte ich mich eine zeitlang wohler.Habt ihr auch so eine Emotionslosigkeit gegenüber euren Eltern und das Gefühl es verbindet euch rein garnichts miteinander innerlich?