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Dienstag, 9. März 2010, 19:25

Horror Konfrontation

Aufgrund der Tatsache das ich an dem gestriegen Tag so sehr verbal verdroschen wurde und wirklich keinerlei Umgang mit der Problematik weiß, habe ich mich nun entschlossen mich hier einzufinden.

Wie ihr euch sicher denken könnt liegt eine etwas längere Leidensgeschichte hinter mir...

Ich spürte schon immer eindeutig, dass in unserer Familie etwas anders ist. Unsere Familie besteht in meinem
Fall aus meinen Eltern Mutter, Vater und mir.

Bei uns galten schon immer eigene Regeln und Gesetzte, die ich strickt zu befolgen hatte.
Aus meinem Mund quoll oder floss nur "Kinderkacke" (orginal Wortlaut). Ein Kind hat nichts zu sagen und schon
gar keine Meinung zu haben und ein Kind ist bis zu seinem Lebensende ein Kind...
Ich war eben äußerlich versorgt aber mein Leben musste ich komplett alleine, selbstständig bewältigen, was mich immer wieder überfoderte, aber ich hatte keine andere Wahl.
Für außenstehende die "perfekte - beneidenswerte" Familie für mich der blanke Horror.
Am Besten wäre es wohl gewesen ich hätte mich in Knopfdruck in Luft auflösen können, da meine bloße Anwesenheit schon zu explosiven Ausbrüchen zu führen schien. Es herrschte ständige Spannung und
ausgesprochen gewaltige Wut Seitens meines Vaters die ich tagtäglich ablud, aufgrund "meines Ungehorsams,
meiner Schwererziehbarkeit"...

Ich habe erst innerhalb des letzten Jahres erfahren, dass ich ein "relativ normales Kind" gewesen sein muss.
Es ist unglaublich das soetwas als erwachsene Frau zu erfahren, wo man doch sein gesamtes Leben etwas völlig anders eingehämmert bekam. Die Ereignisse die sich täglich in meiner gesamten Kindheit abspielten, nennen sich heutzutage Missbrauch, was für mich noch recht schwer zu anzunehmen ist, da es für mich nunmal mein "normales Leben" ist und ich es nicht anders kannte.

Soviel zur "Vorgeschichte" nun zu meinem Hauptanliegen aufgrund der gestriegen Ereignisse.
Unzwar kam es mal zu einer versuchten Aussprache zwischen mir und meiner Mutter wobei ich wohl das Gehör der Wände, Fliegen und Milben fand, anstatt das meiner Mutter.
Der ewige Kreislauf setzte sich in Gang indem sie begann mir Vorwürfe zu machen, dass ich etwas was ich von ihr geschenkt bekam nicht nutzte, da ich dafür keinerlei Verwendung habe und es außerdem einfach nicht meinem Geschmackt entspricht ich wollte es nie haben. Trotzdem erwartet sie unendliche Dankbarkeit. Dabei ist mein einziger Wunsch doch einfach nur das sie es sein lässt mit immer wieder der gleichen Aktion mich in den Wahnsinn zu treiben. Daraus resultierte, dann das ich vergebens versuchte zu schildern, wie es für sie wäre, wenn ich ihr ständig etwas mitnehmen würde und von ihr verlangen würde (ich hatte das Bespiel Kleidung geschildert) es anzuziehen. Sie will es einfach nicht verstehen, tut dann irgendwann so und beim Nächsten Mal ist es wieder "vergessen" und ich bin der undankbare bösartige Mensch, weil sie hat es ja nur gut gemeint.

Ich konnte nicht mehr es drängte in mir der Wunsch der Aussprache den ich nachgab.
Ich konfrontierte sie mit der Vergangenheit und den Geschehnissen und das nicht das erste Mal, jedesmal warf sie mich aus der Wohnung, ohne sich jemals für den Hintergrund oder das was ich zu sagen hatte zu interessieren.

Ich erzählte ihr wie es für mich war, tagelang in meiner Kindheit in meinem Zimmer zu weinen bis ich tränenleer war und das es heute noch für mich unverständlich ist sein Kind alleine in seinen Gefühlen untergehen zu lassen und mit Strafen zu drohen oder sie direkt auszuführen, wenn das Kind nicht sofort "ruhig" und friedlich/glücklich ist. Sie sprach die ganze Zeit schon während ich redete davon, dass es niemals so gewesen sei. Immer wieder nur die Leugung des Geschehens. Der Nachtrag war, ich hätte Geschwister haben sollen, dann wäre es nicht so gewesen dann hätte ich jemanden zum spielen gehabt.
Dann schilderte ich ihr wie es war als Mädchen die Haare geschoren bekommen zu haben, gegen meinen Willen.
Sie meinte die Frisörin hätte es gut gemacht man konnte mich ja nicht verwahrlosen lassen.
Ich entgegnete ihr, dass nicht aber rücksicht auf meine Wünsche diesbezüglich nehmen können.
Sie ist der sturen Überzeugung, dass es normal sei das die Eltern das entscheiden. Auch heute noch.
Dann sprach ich die viele körperliche Gewalt an.
Erst hieß es, was ich mir einfiehle derartige Behautungen in die Welt zu setzen. Später waren es dann nur 2-3 Ereignisse und anschließend wären diese ohnehin nicht so doll gewesen. Ich sagte ihr, dass ich es nie verstanden hätte, dass sie nicht dazwischen ging, fragte sie nach dem Warum!
Sie meinte ich hätte es nicht anders verdient, ich sei schwererziehbar gewesen. Sie hätten keine Macht mehr über mich gehabt. Ich brach in Tränen aus sie entgegnete mir Heulen bringe auch nichts.
Ich hätte es einfach zu gut gehabt, dass weiß sie heutzutage. Ich hätte ins Heim gemusst. Der Fehler war zuviel Freiheiten (ich lebte wie in einem Gefängnis) Als ich von Narben auf meiner Seele und Missbrauch sprach rastete sie komplett aus schrie mich an wie ich es wagen würde mit meiner Mutter zu sprechen und das ich alles hatte das sei auch das einzige Problem gewesen, dass sie sich (meine Eltern) immer für mich aufopferten und ich es immer viel zu gut hatte. Aus mir würde nichts mehr werden, sie sieht einfach nur schwarz für meine Zukunft. Früher dort hatte ich alles und jetzt würde ich nichts haben.

Es ist als würde sie keines meiner Worte erreichen, sie leugnet die Wahrheit wo es nur geht. Ist nicht bereit mir zuzuhören, geschweige denn mich überhaupt verstehen zu wollen.

(Ich habe sicher etliche Aspekte vergessen bzw. ausgelassen...jedoch reicht es mir jetzt gerade - emotinal und ich denke für eure Reaktionen ist das sicherlich auch schon mehr als ausreichend) ich danke euch für euren Beitrag.

2

Dienstag, 9. März 2010, 20:25

Jawohl, so lief es in etwa auch bei mir damals ab. Mit der Zeit hat sich dann der Groll doch gelegt. ich weiss auch nicht wie, aber mit der Zeit habe ich dann keinen Wert mehr auf ihre Sicht der Dinge gelegt. Sie scheint sowieso in einer Parallelwelt gelebt zu haben, wo sie mir eine perfekte Mutter war. Heute haben wir paradoxerweise ein gutes Verhältniss, und ich ein Nachgeschmack von verdrengtem. Andererseits bringt es mir heute nichts, sie zu quellen(so nennt sie es). Mit anderen Wörtern ich habe auch keine Ahnung wie ich am besten damit umgehen soll. Es hat mir jemand mal im Forum geraten, nicht an mir zu zweifeln und mir nichts weiss machen zu lassen.

Keine Ahnung ob es dir etwas bringt, mir hat es schon geholfen zu wissen, dass auch andere ähnliches erlebt haben. :blume:

3

Dienstag, 9. März 2010, 20:50

Hallo Horror Vacui,



solche Gespräche, Dankbarkeitserwartungen, Vorwürfe und Leugnungen der Vorfälle und der eigenen Schuld kenne ich nur zu gut. Dieser Beitrag hätte auch von mir sein können - eins zu eins! Ich habe hier schon so viel darüber geschrieben und würde mich nur wiederholen. Mir hat nur der Kontaktabbruch etwas gebracht. Und jetzt bin ich dabei, das zu beheben, was sie verbockt hat.



Sehr gut geschrieben. Die Sinnlosigkeit solcher Gespräche schreit einem aus deinem Beitrag so richtig entgegen!



Willkommen!



Mariko
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4

Dienstag, 9. März 2010, 21:56

Nabend,

wenn ich das höre, also, ich kann dir nur beiplichten, ich kenn erst einmal keine Anzeichen an dir erkennen, dass du so ein schlimmes Kind und so schwer erziehbar gewesen bist. Im Gegenteil, du warst ein normales Kind - und damit sind deine Eltern nicht klargekommen. Die sind nicht damit klargekommen, dass ein Kind kein Hund ist, den man dressieren kann und der alles hinterhergeräumt haben WILL...
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5

Dienstag, 9. März 2010, 22:07

Es ist als würde sie keines meiner Worte erreichen, sie leugnet die Wahrheit wo es nur geht. Ist nicht bereit mir zuzuhören, geschweige denn mich überhaupt verstehen zu wollen.

Wie geht es dir damit?

Hat dir die "Aussprache" geholfen?
Ich bin aus solchen Gesprächen immer mit einem schalen Geschmack rausgegangen. Irgendwann hab ich mich dann gefragt, muss ich mir das immer wieder antun?


Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum. :blume:
Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen,
die man sich selbst verheimlichen wollte.

Friedl Beutelrock

6

Mittwoch, 10. März 2010, 10:49

Ersteinmal vielen Dank für euer Auf- und Annehmen und eure Beiträge sowie das Willkommen heißen, ich fühle mich hier gleich wirklich willkommen, danke dafür.

Dann möchte ich an dieser Stelle noch kurz schildern, dass ein Mitglied Names Leerlauf mir den nötigen Mut sowie Antrieb mit dessen Beiträgen in mir entfacht hat, da ich (was euch sicherlich nicht fremd erscheinen wird) erschrocken war, wie detailgetreu sie das Erlebte aus meiner Seele wiedergeben konnte (dabei dachte ich quasi mein gesamtes Leben ich sei alleine in so einer "verkehrten mir unerklärlichen Welt"), was ich mein Leben lang bis an diesen Punkt verzweifelt versuchte zu erfassen und wiederzugeben, aber schon an den bloßen Gedanken zu verzweifeln drohte.

HELLENA: Du sprichst von Groll, ja auch in mir macht sich soetwas breit oft reicht schon das bloße Klingeln meines Telefones um jenen in mir auszulösen (da ich schon wieder weiß, dass es nicht aktzeptiert wird, wenn ich nicht sofort ans Telefon gehe, "ich sehe doch die Nummer dann habe ich doch ranzugehen oder wenigstens SOFORT,DIREKT,UNVERZÜGLICH zurückzurufen und dann muss ich mich erstmal rechtfertigen, quasi entschuldigen und das lässt wirklich Zorn in mir wachsen) der bloße Gedanke an meine "Familie"... Irgendwie innerlich, dort bleibt es seltsamerweise auch, es scheint keinen Weg zu finden durchzudringen.
Kennt ihr das?
Hellena, hast du selbst etwas gegen deinen "Groll" unternehmen können, wenn ja was? Ich bin froh, dass du schon soweit bist, denn Groll abgelegt zu haben, somit entmächtigst du ja auch für dich derartige Ereignisse, schön, dass du für dich schon so weit gekommen bist!

MARIKO: Sofern, ich mich hier besser auskenne und etwas vertrauter im Umgang mit diesem Forum bin, werde ich sicherlich bemüht darum sein, einiges von dir zu lesen. Auch wenn es irgendwo schon niedergelegt ist, hast du dich nie in diesem Zwiespalt bewegt, als du dich für den Kontaktabbruch entschieden hast? Ging es dir nicht zuerst fürchterlich schlecht damit? Bei mir war es so, warum auch immer!? Mein Verstand spricht zwar eine deutliche Sprache, aber alles andere lässt mich eben anders empfinden und wahrnehmen...
Danke, für deine Ermutigung mit dem sehr gut geschrieben! Da ich frei aus mir herraus meine Gedanken leerte kam ich mir im nachhinein irgendwie komisch vor, es fühlte sich falsch an. Es ist sehr ungewohnt, dass Menschen sich vorstellen können bzw. sogar am eigenen Leibe durchlebt haben, was ich erlebt habe.

Jisatsu-Yami: Die sind nicht damit klargekommen, dass ein Kind kein Hund ist, den man
dressieren kann und der alles hinterhergeräumt haben WILL... <<< So scheint es bedauerlicherweise in der Tat zu sein... bis zu dem Punkt der Dressur. Aber das mit dem "hinterhergeräumt haben WILL" !? Da stehe ich persönlich komplett auf dem Schlauch, magst du mir das nocheinmal etwas näher schildern?

Evaine: Mir geht es damit zum einen sehr zerrissen. Zum anderen bin ich sehr stolz auf mich, dass ich mich dem Ganzen so direkt stelle. Natürlich ist es auch extrem schmerzhaft, keine Frage, mittendrin, oder währenddessen bin ich der Verzweiflung nahe bzw. drohe in meiner Verzweiflung unter zu gehen. Im Nachhinein fühle ich mich wie seelisch vergewaltigt, vielleicht sogar unterschwellig währenddessen. Jedoch ist es auch sehr erlösend für mich. OH, achso, du meintest jetzt gar nicht diese Konfrontation.
Ich fühle mich damit wie verstoßen, ein Fremdkörper als würden wir nicht "zusammengehören" , im Grunde als wäre ich für sie nicht lebendig existent, als wäre ich für sie eine Hülle.
Es hat mir geholfen, da ich mich dadurch über mich selbst herrausgewachsen fühle. Das sie hoffnungslos meinem wahren Gesicht "ausgeliefert" war meinem Ich.

Ich bin nun etwas verwirrt, da mir gerade auffällt, dass dieser Emphatiemangel, sowie diese Emotionale Kälte, Distanz und einige andere Aspekte sehr narzisstisch auf mich wirken, dabei war ich eigentlich in dem Glauben, dass meine Mutter die Mitleidtragende unter den extremen Auswirkungen der (von mir unterstellten) NPS meines Vaters sei... ?(
Dabei dachte ich zwei Menschen mit NPS würden sich nicht fressen, bloß schlachten und somit sich nicht ertragen. Irgendwie versteh und seh ich nun grad so gar nichts mehr klar, außer alles verschwommen...deshalb mach ich an dieser Stelle erstmal Schluß und bin sehr gespannt auf eure Reaktionen.

7

Mittwoch, 10. März 2010, 16:38

Die Entscheidung, ob oder ob nicht, hat sich bei mir sehr lange hingezogen. Der Kontaktabbruch ist jetzt ca. ein Jahr her. Davor waren es immer mal wieder kurze Kontaktabbrüche, die höchstens drei Monate andauerten. Ich bin jetzt soweit, dass ich es durchziehe und evtl. für immer. Ja, ich war sehr hin- und hergerissen. Erstens, weil in meinem Kopf dieser Satz" "aber es sind doch deine Eltern" fest verankert war. Zweitens, weil ich streng katholisch erzogen wurde und da hat man die Eltern zu ehren, egal wie scheiße sie drauf sind.



Zwischenbemerkung: Meine Mutter saß immer mit einem Heiligenschein um ihren Kopf und ganz andächtig in der Kirche. Die Diskrepanz von ihrem Verhalten draußen (scheinheilig) und familienintern (teufelsgleich) war groß.



Und drittens, weil man mir immer eingeredet hat, dass ich übertreibe und eine ganz lange Zeit, dachte ich das auch. Mittlerweile bin ich sicher, dass ich nicht übertreibe. Ich bin nicht körperlich aber extrem seelisch misshandelt worden - das ist Fakt. Ab und zu, aber immer seltener kommt das schlechte Gewissen hoch. Ich denke, dass es mit der Zeit verschwinden wird. Der wegfall des Drucks und der Zwänge, die sie mir auferlegen wollte und die du in deinen Beiträgen beschreibst (z. B. ans Telefon gehen, zurückrufen etc.), erleichtert mein Leben um einiges. Nur ohne sie kann ich mich jetzt um mich kümmern und lernen mit meinen psychischen Schäden klarzukommen.



Der Verstand ist glasklar, aber die Seele hinkt hinterher. So geht es einigen Usern hier, mich eingeschlossen. Das braucht Zeit. Wir haben es nicht gelernt echte Gefühle wahrzunehmen, weil es uns häufig bzw. nahezu andauernd verboten wurde.



Die Bücher von Alice Miller sind sehr empfehlenswert. Weiterhin hat mich das Mitlesen innerhalb der letzten zwei Jahre hier im Forum darin bestärkt, dass der Abbruch sein muss.



VG

Mariko
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8

Mittwoch, 10. März 2010, 17:01

Dann möchte ich an dieser Stelle noch kurz schildern, dass ein Mitglied Names Leerlauf mir den nötigen Mut sowie Antrieb mit dessen Beiträgen in mir entfacht hat, da ich (was euch sicherlich nicht fremd erscheinen wird) erschrocken war, wie detailgetreu sie das Erlebte aus meiner Seele wiedergeben konnte (dabei dachte ich quasi mein gesamtes Leben ich sei alleine in so einer "verkehrten mir unerklärlichen Welt"), was ich mein Leben lang bis an diesen Punkt verzweifelt versuchte zu erfassen und wiederzugeben, aber schon an den bloßen Gedanken zu verzweifeln drohte.

Nein, das ist aber auch wirklich nicht so ungewöhnlich, dass man das glaubt. Wenn man schließlich nirgens 'mal zu hören bekommt, dass das so, wie's zu Hause langgeht, krankhaft ist und nicht in Ordnung ist, also nie eine Bestätigung für die Empfindung erhölt, die man von klein auf (meist) schon immer hatte, dann ist das sogar in gewissem Maße "normal"...

Jisatsu-Yami: Die sind nicht damit klargekommen, dass ein Kind kein Hund ist, den man dressieren kann und der alles hinterhergeräumt haben WILL... <<< So scheint es bedauerlicherweise in der Tat zu sein... bis zu dem Punkt der Dressur. Aber das mit dem "hinterhergeräumt haben WILL" !? Da stehe ich persönlich komplett auf dem Schlauch, magst du mir das nocheinmal etwas näher schildern?

Na ja, vergleich' 'mal dazu 'ne Katze, die hat ihren eigenen Kopf, die macht, was sie will. Die ist vom Wesen her recht selbstständig strukturiert.
Einen Hund musst du beschäftigen, sonst verblödet der total, mit denen musst du 'rausgehen - na ja, usw.
Aber einem Hund kannst du recht leicht Kunststückchen beibringen, die sind eher drauf fixiert, das zu machen, was ein Mensch von ihnen will, ohne große Widerworte.
... Verstehste jetzt ein wenig, was ich meine?
Die wollten ein Kind, was möglichst in irhe Bedürfnisse einpasst, was seelisch keine Ansprüche hat und sich selber beschäftigen kann, aber ansonsten so dressierbar wie ein Hund ist, dass er jederzeit sitz, platz, aus macht, wenn sie wollen. Wenn sie keine Bock drauf haben, sich mit ihm zu beschäftigen.
... Ist vielleicht etwas extrem ausgedrückt, aber so einen Touch davon hat das, meinst nicht?

Mir geht es damit zum einen sehr zerrissen. Zum anderen bin ich sehr stolz auf mich, dass ich mich dem Ganzen so direkt stelle. Natürlich ist es auch extrem schmerzhaft, keine Frage, mittendrin, oder währenddessen bin ich der Verzweiflung nahe bzw. drohe in meiner Verzweiflung unter zu gehen. Im Nachhinein fühle ich mich wie seelisch vergewaltigt, vielleicht sogar unterschwellig währenddessen. Jedoch ist es auch sehr erlösend für mich.

Das ist an so einer Stelle relativ "normal"... Denn, ob man das nun wahr haben will oder nicht, diese Menschen sind die ersten Bezugspersonen gewesen und an die fühlen wir uns trotzdem immer noch gebunden, egal, was die mit uns gemacht haben. Da kann man noch so sehr wissen, dass das alles falsch war...

Ich bin nun etwas verwirrt, da mir gerade auffällt, dass dieser Emphatiemangel, sowie diese Emotionale Kälte, Distanz und einige andere Aspekte sehr narzisstisch auf mich wirken, dabei war ich eigentlich in dem Glauben, dass meine Mutter die Mitleidtragende unter den extremen Auswirkungen der (von mir unterstellten) NPS meines Vaters sei... ?(
Dabei dachte ich zwei Menschen mit NPS würden sich nicht fressen, bloß schlachten und somit sich nicht ertragen. Irgendwie versteh und seh ich nun grad so gar nichts mehr klar, außer alles verschwommen...deshalb mach ich an dieser Stelle erstmal Schluß und bin sehr gespannt auf eure Reaktionen.

Musst du 'mal vielleicht noch 'mal genauer hinschauen... Vielleicht sind ja die Eigenschaften, die du deinem Vater zuschreibst, eigentlich die deiner Mutter? Also, es kommt mitunter vor, dass ein Kind, wenn es von einem Elternteil zu sehr vereinnahmt wurde oder wenn es sehr oft mitansehen durfte, wie ein Elternteil vom anderen niedergemacht wurde, sich dann auf die Seite des Elternteils stellt, der in der Rolle des Opfers gewesen ist, und diesen dann sogar übermäßig idealisiert. Dabei werden dann auch alle schlechten Seiten dieses Elternteils ausgeblendet, auf dessen Seite sich das Kind schlägt...
Hört diese Dynmik eines Tages auf, sei es, dass der Elternteil stirbt, wegzieht (Trennung) oder man selber aus der Familie auszieht, dann hört auch meist ab da langsam die Idealisierung auf. Das Kind ist ja schließlich nicht mehr darauf hundertprozentig angewiesen, sich auf die Seite dieses Elternteils zu schlagen, weil er ja nicht mehr 24 Std. rund um die Uhr um es herum ist.
Steht man dann vor diesem Elternteil und diese Idealisierung ist dabei, aufgelöst zu werden durch den täglichen Abstand, dann bemerkt man so einen Effekt meist erst, wie du das beschreibst. Man merkt dann, der Vater oder die Mutter war gar nicht so der barmherzige Samariter, als wie man ihn / sie als Kind empfunden hat...

In bestimmten Fällen ist dies ein normaler Verdrängungsmechanismus, um das eigene Überleben zu sichern.

Also, von daher... schau 'mal lieber noch etwas genauer nach. :S
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Mittwoch, 10. März 2010, 18:42

Mariko ich danke dir für deinen Beitrag und Wünsche dir auf diesem Wege für deinen Weg viel Durchhaltevermögen, ich weiß sehr genau wieviel dieses kostet. Halt durch! Der Satz: "es sind doch meine Eltern" ist auch mein ewiger Begleiter" und dann noch mein Gewissen, was mich aus unerklärlichen Gründen zerfrisst.


Jisatsu-Yami du missverstehst mich an dieser Stelle, unzwar konnte ich den Vergleich mit dem Hund sehr gut folgen...und auch aus meinem Empfinden bestätigen. Bei meinem Verständnis hapert es bei dem : " und der alles hinterhergeräumt haben WILL" !? wie kommst DU darauf? Hier verstehe ich leider die Zusammenhänge nicht, denn etwas Unterstützung hätte mir wohl nie geschadet die gab es leider nicht, ich war immer auf mich alleine gestellt.
Was mir in manchen Hinsichten nicht umbedingt geschadet hat.

Bei dem Betrachten der Eltern, den krankhaften Verhaltszügen kann ich dir nur Recht geben, dass ich als Kind sogar lange Zeit als erwachsene Frau wie blind durchs Leben gerannt sein muss. Als Kind habe ich meinen Vater idealisiert, meine Mutter ("Opfer") wohl kaum, erst hatte ich immer viel Mitgefühl für sie heutzutage nur noch Mitleid...

Mein Vater weist definitiv krankhafte NPS "Züge" auf. Sei es nun die vollkommene Unfähigkeit emotionale Beziehungen aufzubauen. Die extreme Wut die er innerhalb der Familie tagtäglich auslebte (ich hatte mein halbes Leben in dem Irrglauben gelebt diese Wut läge wirklich an mir, mir ist es noch nicht lange bewusst das jenes nur "Gehirnwäsche" war). Was sich heutzutage als alter Mann auf das Außen verlagert hat (ständiges Abwerten, gemeckere, Beschimpfungen). Außerdem der krankehafte Perfektionismus, niemand macht etwas besser als er selbst und immer findet er ein Haar in der Suppe und muss andere nachbessern. Andauernd erwartet und fordert er Bestätigung. Familiär die reinste Diktatur ausgelebt, kein Wiederstand oder Gegenwort wurde jemals geduldet.
Außerdem gab es in meiner Kindheit Zeiten, da musste ich Rätselraten (könnte ich bis heute noch tun) warum er über Tage, Wochen, Monate, !!!Jahre!!! hinweg kein Wort mit mir wechselte und totale Ignoranz an den Tag legte.
Ohne das ich jemals erfuhr was ich angeblich schon wieder "falsch" <<< nicht nach seinen Erwartungen/Vorstellungen gemacht habe. Jedesmal musste ich alles dafür tun um irgendwie den Kontakt wieder herzustellen und das als KIND.
Desweiteren gilt bei ihm nur Materialismus, haste nichts biste nichts. Nur der Wert scheint zu zählen was andere über ihn / meine Mutter / mich die Familie zu denken scheinen.
Extremer Neid, ewiges Genörgel.

Meine Mutter war eher Daueraphatisch und ist es heute noch, deshalb sind derartige Resultate wenn ich sie in so Konfrontation "bekomme" einerseits tiefe Schläge bis durch alle Knochen in alle Organe und zum anderen wundert es mich extrem das da soetwas wie leben, Bewegung irgendwie ja auch Gefühle und wenn es nur Zorn zu sein scheint in ihr steckt und sich so abzeichnet. Sie scheint wortwörtlich wie die zweite Hand meines Vaters.
Für mich ist es sehr schwierig, dass sie so schlimm seit Jahren unter ihm leiden "muss", da er wo ich "entkommen bin" vor vielen etlichen Jahren meine "Position" der Leidtragenden auf sie projezierte, in meiner Kindheit war das wohl ein Wechselbad/spiel wer nun gerade das schwarze Schaf ist.
Natürlich weiß mein Verstand, dass sie das nicht müsste im Gegensatz zu mir damals, aber trotzdem kann ich mein Mitgefühl ihr gegenüber nicht auslöschen, trotzallem. Es hilft mir jedoch zu wissen, was in ihr steckt gerade durch solche Konfrontationen dann schrumpft mein Mitgefühl anhand dieser Kaltblütigkeit die sich hinter ihrer aphatischen Maske verbirgt.

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Mittwoch, 10. März 2010, 22:02

Bei meinem Verständnis hapert es bei dem : " und der alles hinterhergeräumt haben WILL" !? wie kommst DU darauf? Hier verstehe ich leider die Zusammenhänge nicht, denn etwas Unterstützung hätte mir wohl nie geschadet die gab es leider nicht, ich war immer auf mich alleine gestellt.
Was mir in manchen Hinsichten nicht umbedingt geschadet hat.

In emotionaler Hinsicht meine ich das auch nicht. Da hättest du, unbestritten, die Unterstützung gebraucht.
Aber... ich meine das in Form von Sachen gemacht bekommen, vorgesetzt bekommen, Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt bekommen. Materielle "Liebe", wenn man so will. Das ist auch das, was ein Hund haben will. Er will gesagt bekommen, wo's langgeht und will gemacht bekommen, weil das mehr seinem Wesen entspricht. Ihn einfach sich selber überlassen, funktioniert nicht wirklich...
Ein Kind muss zwar auch gewisse Zeit einen Leitfaden haben, wie und wo's langgeht - aber das Kind macht sich irgendwann selbstständig, entwickelt ein eigenes Leben. Sein Wesen ist von Natur aus so gemacht (durch Erziehung kann's allerdings auch zur Abkehr von dieser Natur kommen).
Das ist bei dem Tier nicht so. Der bleibt, ob als, ob jung, so, dass er die Abhängikeit von dir sucht...

Bei dem Betrachten der Eltern, den krankhaften Verhaltszügen kann ich dir nur Recht geben, dass ich als Kind sogar lange Zeit als erwachsene Frau wie blind durchs Leben gerannt sein muss. Als Kind habe ich meinen Vater idealisiert, meine Mutter ("Opfer") wohl kaum, erst hatte ich immer viel Mitgefühl für sie heutzutage nur noch Mitleid...

Inwiefern denn den Vater idealisiert? Also, ich höre da eher das Gegenteil bei dir heraus... :kopfkratz:

Meine Mutter war eher Daueraphatisch und ist es heute noch, deshalb sind derartige Resultate wenn ich sie in so Konfrontation "bekomme" einerseits tiefe Schläge bis durch alle Knochen in alle Organe und zum anderen wundert es mich extrem das da soetwas wie leben, Bewegung irgendwie ja auch Gefühle und wenn es nur Zorn zu sein scheint in ihr steckt und sich so abzeichnet. Sie scheint wortwörtlich wie die zweite Hand meines Vaters.

Hm, das kann schon so sein. Kann aber auch so sein, dass sie durch die Konfrontation auch einmal ihre eigenen apathische Maske vom Gesicht gerissen bekommt... Während sie vorher die Schiene fahren konnte "ich seh' nichts, ich hör' nichts, ich mach' nichts", weil du ja nichts zu ihr gesagt hast. ... Oder aber auch, du kriegst die Wut ab von ihr, die sich eigentlich lieber gerne deinem Vater entgegenschleudern wollte. Nur weiß sie's nicht. :S

Natürlich weiß mein Verstand, dass sie das nicht müsste im Gegensatz zu mir damals, aber trotzdem kann ich mein Mitgefühl ihr gegenüber nicht auslöschen, trotzallem. Es hilft mir jedoch zu wissen, was in ihr steckt gerade durch solche Konfrontationen dann schrumpft mein Mitgefühl anhand dieser Kaltblütigkeit die sich hinter ihrer aphatischen Maske verbirgt.

Nun ja, egal, ob jemand indoktriniert ist oder nicht, er kann sich ja doch vielleicht einmal entscheiden, zu sagen, was er wirklich denkt und nicht nur die Leier deines Vaters wiederzugeben. Wenn sie das aber nicht macht, dann ist es realativ logisch, dass du innerlich dann eher wütend wirst als Mitleid mit ihr zu haben. Weil, sie hat auch die Chance, sich psychisch aus dem Teufelskreis zu befreien...
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Donnerstag, 11. März 2010, 12:38

Jisatsu-Yami:

Ich habe nichts gemacht, geschweige denn hinterher geräumt bekommen...In keinerlei Hinsicht. Sie haben sich den unnötigsten Schund angeschafft während ich sehen konnte wo ich blieb. Was sie jedoch noch heute leugnen und vorraussichtlich auch bis in alle Ewigkeit tun werden. Bei mir war es so, dass sie gekauft haben, was sie gerne gehabt hätten (laut meiner Auffassung, anders unerklärlich). Sie legens nur gerne so aus, als hätte ich alles gehabt und es ZU GUT gehabt, weil anders kanns ja nicht sein (sie kamen mir schon immer und tun auch heute noch damit, dass andere Kinder selbst heutzutage nichts zu essen haben würden).
Da muss ich nun schon ein wenig schmunzeln. Natürlich idealisiere ich ihn nicht mehr, seit ich klarer sehe deshalb siehst du es ja auch nicht, weil ich ja nichtmehr diesen Blickwinkel habe (zum Glück), weil ich heute sagen kann wie es wirklich war, auch wenn das alles andere als eine schöne Realität, Wirklichkeit ist. Es war so das mein Vater für mich wie für jedes Kind als Kind das super Vorbild war, es gab einfach niemanden der etwas hätte besser machen können. Nichts was er tat wäre auch nur annähernd falsch gewesen oder anzuzweifeln. Durch die ganzen Erkenntnisse und meine heutige (erwachsenen rückblickende Ansicht über ihn) kann ich dir über meinen detallierten Blickwinkel von damals kann ich nicht viel verraten, da ich ja endlich die Scheuklappen abgelegt habe. Ich kanns nur so allgemein wiedergeben er war halt der ideale Vater für mich (ich denke jedoch das jedes Kind SO seine Eltern sieht) bis zu einem gewissen Alter, oder gewissen Erlebnissen, oder...oder...oder!

Hm, ich frage mich gerade, ob es Menschen gibt die ihr Leben lang "blind" weiter durchs Leben ziehen? Da es ja bei mir selbst schon eine kleine Ewigkeit gedauert hat, dass ich mir die Augen öffnen konnte.

Zu meiner Mutter sie hat wohl keine eigenständige Kraft in sich und lebt ausschließlich fremdbestimmt durch meinen Vater. Sie wirkt so als hätte sie keine Psyche, Seele in sich. Das ist wirklich schwer bis unbeschreiblich.
Dazu fällt mir nur ein: "Wie willst du einem Blinden Augen schenken?"
Aber auch nicht meine Aufgabe, da es ihr Leben ist, was sie sich mit "erwachsenen Menschenverstand" eines Tages selbst so ausgesucht hat.

Es mag sich seltsam anhören, aber der "Groll, Zorn, Wut" die ich nun auf sie beziehen kann (da wo es hingehört, selbst wenn sies nicht besser konnten und in ihrem ermessen wirklich nur das "Beste für mich getan haben" und sich "aufopferten") tut mir sehr gut, verdammt gut, da ich mein Leben lang diese Wut auf mein Selbst auf mich nahm. Da es mir ja so "eingehämmert" wurde. Es mag alles ziemlich krass klingen und einerseits schäme ich mich auch so über sie denken, schreiben und urteilen zu müssen, aber das ist nuneinmal die Realität die ich lernen muss anzunehmen und damit zu leben und vorallem daraus zu lernen, reifen und daran zu wachsen.

Was du da sagst finde ich einen sehr interessanten Gedankensprung, mit dem das ich die Wut meiner Mutter die auf meinen Vater sich bezieht wovon sie aber nichts weiß Theorie betrifft. -grübelt-
Aber sie lebt doch wirklich fest in einem anderen Glauben in einer anderen Welt!!!
So wie ein Kind, dass eine Phantasie soweit ausschöpft, dass es "denkt", tatsächlich Mickey Maus als Bruder zu haben.

Mein Gedanke gerade lautet: SO GENUG VON MIR aus meinem Leben, meinem Umgfeld.
Kennt ihr das? Schlaucht euch das auch so?

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Donnerstag, 11. März 2010, 22:11

Meine Mutter war dominant und duldete keine wiederrede, sie war streng und hat mich durch häufige, ungerechte Beschimpfungen demutigt, es gab auch körperliche Gewalt. Am nächsten Tag war alles wieder vergessen und sie war super lieb und versönlich . Heiss, kalt verhalten. Ich war ein gefolgsames Kind streng erzogen, in jungen erwachsenen alter konnte ich mich dann gegen meine Mutter behaupten, indem ich sie ein paarmal so richtig angeschrien habe. Es hatte eine verherende Wirkung auf sie gehabt, und auch wenn es platt klingen mag, hat mir mein kämpferischer Einsatz in der Rangordnung höher zu klettern geholfen. Dieses spielt sich schon seit Generationen in unserer Familie in etwa so ab. Unser Verhältniss wurde über Jahre zwar freundschaftlich aber auf der emotionallen Ebene distantziert, ich habe mir eingestanden das mich dies sehr schmerzt und verletzt. Ich versuche jetzt ein Richtungswechsel in der Familie einzuschlagen, indem ich es ihnen besser vorlebe. Meiner Mutter versuche ich das zu geben was mir gefehlt hat, ich bin überzugt sie konnte es nicht weiter geben da sie es selber nicht erfahren hat, nähmlich Wertschätzung und liebe. Ich muss dafür wahnsinig viel stärke zeigen um die Vergangenheit für mich aufzuarbeiten und meine eigene Störungen in Griff zu bekommen. Die Strategie der Mutter Vorwürfe zu machen hat schon damals bei meinem Vater nicht funktioniert, ich will es anders versuchen (obwohl dies gegen mein bisjetziges Verhalten verstösst ). Ich versuche nicht hiermit sie rechtzufertigen oder sie in schutz zu nehmen, nach dem christlichen Motto auch die andere Backe anbieten, ich will ein Schlussstrich. Die Beziehung zwieschen uns beiden ist emotional gefestigter geworden und aus dieser Ehrfahrung geht für mich ein grosser Heilungsgefühl aus. Muss dafür aber auch Verzicht auf Wiedergutmachung in kauf nehmen, denn meine Mutter wird sich nicht eingestehen Fehler gemacht zu haben, und an diesem Verzicht habe ich noch zu knaberrn

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Donnerstag, 11. März 2010, 22:11

Ich habe nichts gemacht, geschweige denn hinterher geräumt bekommen...In keinerlei Hinsicht.

Muss gestehen, ich glaube, da hab' ich selber ein wenig übertragen. Bin in der letzten Zeit wegen etwas aufgekratzt. War keine böse Absicht. Weil es ist mitunter auch so, Eltern wollen, dass ihr Kind pariert wie ein Zirkustier, aber auf der anderen Seite wollen sie's am liebsten in Watte einpacken, wollen es gar nicht mehr loslassen. Emotional aber lassen sie es trotzdem allein... Es ist nur gewollt, wenn's irgendein Steinchen im Leben aus dem Weg geräumt haben will oder wenn's wie ein Baby immer von einer Betreuungsperson versorgt werden will. So 'was gibt's auch.
Aber, wenn das bei dir nicht der Fall gewesen ist, nehm' ich das so zur Kenntnis.

Da muss ich nun schon ein wenig schmunzeln. Natürlich idealisiere ich ihn nicht mehr, seit ich klarer sehe deshalb siehst du es ja auch nicht, weil ich ja nichtmehr diesen Blickwinkel habe (zum Glück), weil ich heute sagen kann wie es wirklich war, auch wenn das alles andere als eine schöne Realität, Wirklichkeit ist.

Ah, ja, OK. Nun versteh' ich's.

Hm, ich frage mich gerade, ob es Menschen gibt die ihr Leben lang "blind" weiter durchs Leben ziehen? Da es ja bei mir selbst schon eine kleine Ewigkeit gedauert hat, dass ich mir die Augen öffnen konnte.

Es gibt sie... Es gibt sie... durchaus. Und bestimmt nicht wenige davon.

Es mag sich seltsam anhören, aber der "Groll, Zorn, Wut" die ich nun auf sie beziehen kann (da wo es hingehört, selbst wenn sies nicht besser konnten und in ihrem ermessen wirklich nur das "Beste für mich getan haben" und sich "aufopferten") tut mir sehr gut, verdammt gut, da ich mein Leben lang diese Wut auf mein Selbst auf mich nahm. Da es mir ja so "eingehämmert" wurde. Es mag alles ziemlich krass klingen und einerseits schäme ich mich auch so über sie denken, schreiben und urteilen zu müssen, aber das ist nuneinmal die Realität die ich lernen muss anzunehmen und damit zu leben und vorallem daraus zu lernen, reifen und daran zu wachsen.

In Blut steckt auch nur Wasser, kann ich so sagen. Dafür musst du dich nicht schämen, sie zu hassen. Glaube, in gewissen Fällen ist es sogar besser, es zu tun. Um nicht zu sagen "gesund". Warum? Weil dadurch dein Unterbewusstsein ausdrückt, dass es verstanden hat, dass die Dinge so nicht waren wie sie sie immer darstellen und dass es so nicht richtig war, wie sie mit dir umgesprungen sind. Es hilft dabei, dich von ihnen abzugrenzen, standfest zu bleiben und dich auf Manipulationen ihrerseits nicht mehr einzulassen.

Was du da sagst finde ich einen sehr interessanten Gedankensprung, mit dem das ich die Wut meiner Mutter die auf meinen Vater sich bezieht wovon sie aber nichts weiß Theorie betrifft. -grübelt-

Die Wege des Lebens sind da nun 'mal sehr unergründlich... Menschen übertragen gerne oder aus Not Gefühle auf andere, um selbst nicht zu implodieren. Wen es trifft, das ist immmer sehr, sehr unterschiedlich, und da sollte man generell erst 'mal nichts ausschließen.
Denn, ob ihr die Situation mit deinem Vater gefällt, das weißt du ja nicht, weil sie ihre eigenen Gefühle verbirgt. :S


Mein Gedanke gerade lautet: SO GENUG VON MIR aus meinem Leben, meinem Umgfeld.
Kennt ihr das? Schlaucht euch das auch so?[/quote]
Give me a golden shower
Give me a new thrill
Give me this experience
And give me the last kill
Give me almighty power
Give me a strong will
Give me a new life
And give me the final thrill

14

Freitag, 2. April 2010, 17:37

Horror Konfrontation

Das kenne ich auch alles nur zu gut!

15

Freitag, 2. April 2010, 18:11

Horror Konfrontation

Sorry ich bin neu hier.
Ist keiner da?

Gut,dann schreib ich mir mal von der Seele ,was da so alles brennt:
Erstmal bin ich auch erleichtert,endlich angekommen zu sein,wo ich verstanden werde.denn was ich hier so alles gelesen habe ,kenne ich nur zu gu!
Horrorkabinett Familie! Emotionaler Missbrauch,Körperliche Gewalt,Manipulationen,
Als Kind dachte ich ,es ist normal,so verrückt zu leben und so behandelt zu werden.
Nur manchmal hatte ich Wut,die sofort zerprügelt wurde...Rachegedanken,die niedergeschrien wurden,
Da war keine Liebe,nur Hass...
Warum nur????????????Was hatte ich angestellt,dass ich immer so bestraft wurde?
Ich mache jetzt das 3.Jahr eine Analyse,weil ich dachte,ich bin krank...
Sowas,da brauch ich so lange,um zu erkennen,dass nicht ich die kranke bin!

Als ich meine Mutter konfrontieren wollte,hat sie das unterbunden,indem sie mich vor greicht zog,um angebliche Schulden von mir einzufordern!!!!!!!!!!!
Jetzt hat sie einen Titel und immer,wenn ich was sag oder tue,was ihr nicht passt,kann sie mich in ihre Schranken weisen.Also hängt jetzt dieses Damoklesschwert über mir!!!!!!!!!!!

Aber ich trau mich nicht,den Kontakt abzubrechen...

Und nun zum eigentlichen Problem...
Man heiratet,was man kennt...
Mein Mann hat ähnliche Mechanismen,um mich dazu zu bringen,das zu tun,was er will.
Bzw. er macht in unserer Beziehung so iemlich,was er macht.
Wenn ich ihn darauf anspreche,verletzt er mich nur noch mehr,er redet nicht mit mir,sondern packt sene Koffer,verschwindet für drei Tage und wenn er wiederkommt,tut er so,als wenn nix war,oderwird aggressiv und moser,ich soll mich ja benehmen,sonst verschwindet er wieder...

Ich bleibe nur wegen der Kinder,ich will keine Scheidungswaisen.Und versuche,das von ihnen fernzuhalten,beschäftige mich dann ganz intensiv mit ihnen,sehezu,dass es mir auch gutgeht,arbeite und schlafe viel,mache einfach meine Dinge und es geht uns besser,wenn er nicht hier ist.

Nur unendlich traurig bin ich...
Er ist nämlich wieder abgehauen,lässt uns die ganzen Ostertage allein...
Was würdet ihr machen?
Ich weiss,ich müsste gehen,aber ich schaffe es nicht,zumal wir auch noch umziehen wollen ...

Sorry,es ist alles so durcheinander,wie ich es wohl bin im Moment.

16

Freitag, 9. April 2010, 20:06

Hallo,
ich habe gerade eine Horror Konfrontation mit meine Mutter hinter mir...ich habe ihr einen Brief geschrieben, da ich leider mit ihr nicht sprechen kann. Sie hört einfach nicht zu, schreit, mach mir die Hölle heiß, legt den Hörer auf, nur dass sie nicht zuhören muss...ich habe den Brief geschrieben, weil ich nicht mehr kann. Ich wollte ihr einfach nur klar machen, dass ich immer für sie da bin, aber dass sie sich ändern muss, sonst wird sie nie glücklich....Ich bin immer da wenn sie mich braucht, aber so geht das schon so viele Jahre und immer wieder das gleiche... Ich muss immer zuhören wie sie alle ausgenutzt haben, wie sie keine Wahl hatte, wie sie nur für die Familie gelebt hat...aber es stimmt überhaupt nicht. Sie hat mich und meine Schwester seelisch gequält, wir haben immer das gemacht was sie wollte, das angezogen was sie gekauft hat (auch mit 18 Jahren), das gesagt was sie wollte, für sie gelogen, weil sie auch so viele Lügen erzählt hat und wir mussten sie immer unterstützen...Wie oft hat sie nach einem Streit mit meinem Vater zu mir gesagt, dass sie jetzt geht, die Koffern packt und, dass ich jetzt keine Mutter habe, soll sich mein Vater um mich kümmern! Und ich hab geweint und gebetet dass sie bleibt. Aber sie hat nie Mittleid gehabt. Und jetzt nachdem sie meinen Brief gelesen hat, bin ich sowieso die schlimmste.
Es hat nichts gebracht, sie leidet und ich leide. Hätte ich es aber nicht geschrieben, würde es mir auch nicht besser gehen. Jetzt habe ich den Kontakt zu ihr abgebrochen. Es ist schwer, ich plage mich mit Schuldgefühlen...

Ich entschuldige mich für die Rechtschreibfehler, Deutsch ist nicht meine Muttersprache. :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wombat« (9. April 2010, 20:13)


17

Freitag, 9. April 2010, 20:54

Wombart - entschuldige dich nicht dauernd für deine Rechtschreibfehler. Die machen wir Alle. Das ist egal hier!



Ich meine, dass du zu sehr in deiner Opferposition hängen bleibst. Kann dir diesbezüglich nicht helfen. Du Alleine erkennst dies hoffentlich bald!



Liebe Grüße



Mariko
Grafikwald ... es dauert halt.

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