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161

Montag, 29. März 2010, 00:12

Hast du schon mal darüber nachgedacht, deine Traumata mit Hilfe eines Therapeuten erneut zu durchleben? Bei Kindern, die rechtzeitig von einer helfenden Person, zu einer solchen Therapie animiert werden, können sehr erleichternde Ergebnisse erzielt werden. Allerdings weiß ich nicht, wie eine solche Therapie bei Erwachsenen ausgeht. Die sich ständig wiederholende Konfrontation mit dem Trauma soll angeblich wie eine Entgiftung wirken.


Kuckuck,

das ist genau die Therapieform, die ich mache im Moment.
Sie hilft schon, aber ich gehe voll auf dem Zahnfleisch.
Ist anstrengend (auch für den Körper). :blume:

Lieber Gruß

frauvommond
"Niemand hätte jemals den Ozean überquert, hätte er die Möglichkeit gehabt, bei Sturm das Schiff zu verlassen" (Charles F. Kettering)

162

Montag, 29. März 2010, 01:21

Ich kann es nicht nachvollziehen, aber ich drücke dir beide Daumen. Hoffentlich zeigt die Entgiftung bald eine Wirkung!



Ganz liebe Grüße

Mariko
Grafikwald ... es dauert halt.

163

Montag, 29. März 2010, 02:20

ok Danke. Das kann ich ein kleines bisschen Nachvollziehen. Früher zu Zeiten meines Substanzmittelmissbrauchs, wenn es mir schlecht ging und ich muste mich übergeben, dann war das immer ein super Gefühl, weil ich dann wuste, dass ich noch Lebe. Die Anderen haben mich dafür für Verrückt erklärt, aber ich kann mir vorstellen, dass das ein ähnliches Gefühl ist. Dann weiss man, dass man noch lebt. Ich werd mal drüber nachdenken, um das in den Konsenz zu meiner Mum zu bringen. Keine Ahnung, was die Frau antreibt. ;-)

164

Montag, 29. März 2010, 15:20

Ich bin mir sicher, nicht die Einzige zu sein.
Mich wundert es, dass sich hier so selten verletzte Männer in der Hinsicht outen.

Hallo,

die Diskussion ist schon ein wenig abgeflaut (ich habe es zu spät entdeckt).

Ich wollte nur kurz mitteilen, dass es genau zu diesem Thema ein sehr interessantes Buch gibt:

es heißt "Zickensklaven" und ist von dem Journalisten Guido Eckert.

http://www.amazon.de/Zickensklaven-Wenn-…n/dp/3932927435

Schönen Tag noch

Tractatus

froggy

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165

Montag, 29. März 2010, 16:23

Klar merken das Menschen, wenn sie andere verletzen. Aber u.U. wissen sie nicht, warum der andere verletzt ist. Die Empathie fehlt, da ein Bindungsmuster fehlt, da keine Bindung erlernt wurde. (warm, weich, geborgen, liebevoll, zärtlich, autonom, gemeinschaftlich...) Ich dachte, das wäre bereits klar, was eine NPS ausmacht und wo sie unter Umständen ihre Ursprünge hat.


Hallo Itsi-Bitsi,

diese Grundlagen sind mir schon inzwischen gut klar geworden, aber es ist trotzdem immer noch sehr schwer zu verstehen für mich. Die Bindungsmuster fehlten bei mir ja leider auch völlig, aber das hat ja viele Seiten, wie sich das später entwickeln kann. Ich gehöre eher zu denen, die es zugelassen haben, ausgebeutet zu werden. Ich habe nach Möglichkeit nicht andere unter meinen Problemen leiden lassen. Ich habe mich immer ganz besonders gründlich in andere hineingefühlt, was die Menschen eben gerade fühlten und brauchten. Das ist wahrscheinlich bei mir zu einem Grundmuster geworden, weil mein frühes Umfeld oft total ignorant gewesen ist, weil ich das wahrscheinlich als Kind tun musste, um überhaupt etwas von meinem Umfeld mitzubekommen.

Das mit der Empathie ist so eine Sache. Ich glaube, das wird oft missverstanden. So wie ich das mit der Empathie heute verstehe, versteht man darunter halt eine soziale Kompetenz in allen Belangen. Denn damit ist ja nicht nur die Fähigkeit "sich in andere einfühlen zu können" gemeint, sondern dass schließt auch die nötige Abgrenzung gegenüber dem anderen Menschen mit ein. Was Manipulierbarkeit dann wohl weitgehend ausschließt. Um wirklich Anteil nehmen zu können, ist es ja wichtig, den eigenen Standpunkt und die eigenen Gefühle eben nicht zu vernachlässigen. So gesehen war meine Empathiefähigkeit ja auch völlig unterentwickelt gewesen, obwohl ich durchaus eine gute Antenne für die Bedürfnisse anderer Menschen habe und gehabt habe.

So muss der eine wohl Vertrauen und Nähe üben, und ich wohl insbesondere die gesunde Abgrenzung. Die Wahrnehmung auf sich selbst und auf andere stimmt aber sicherlich in beiden Fällen so überhaupt nicht. Aber, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, diese beiden konträren Seiten finden sich wohl gegenseitig blind, es sind halt kompimentäre Muster, die sich in ihrer Destruktivität mit der anderen wohl leider oft ideal ergänzen. Im Grunde ist ja keiner besser dran, das muss wohl jeden mehr und mehr nach unten ziehen. Schuldgefühle habe ich ja auch gehabt, wenn ich beispielsweise bei Überforderung, bei besonders klammernden Partnern mit Rückzug reagieren musste. Weil ich meinen eigenen Ansprüchen nicht mehr genügen konnte. Von daher weiß ich schon, denke ich, wie das mit den Schuldgefühlen ist.

Liebe Grüße
froggy
Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt, frei zu sein."
(Johann Wolfgang von Goethe)

froggy

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166

Montag, 29. März 2010, 16:27

das ist genau die Therapieform, die ich mache im Moment.
Sie hilft schon, aber ich gehe voll auf dem Zahnfleisch.
Ist anstrengend (auch für den Körper).


Hallo Mondfrau!

Ich wünsche dir dabei alles Gute und dass du trotzdem so tapfer bleiben kannst! :kumpel:

Ich fand eure Aufarbeitung hier wirklich mutig, echt beispielhaft und wirklich sehr konsequent. Ich würde mir auch wünschen, dass noch viel mehr Menschen diesen Mut aufbringen würden. :)

Alles Gute für die Therapie! :thumbsup:

Liebe Grüße
froggy
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167

Montag, 29. März 2010, 16:36

Ich wollte nur kurz mitteilen, dass es genau zu diesem Thema ein sehr interessantes Buch gibt:

es heißt "Zickensklaven" und ist von dem Journalisten Guido Eckert.


Hallo Tractatus,

vielen Dank für den Tipp! :)

Liebe Grüße
froggy
Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt, frei zu sein."
(Johann Wolfgang von Goethe)

168

Montag, 29. März 2010, 20:29

Ich wünsche dir dabei alles Gute und dass du trotzdem so tapfer bleiben kannst! :kumpel:

Vielen Dank, Frosch. :)


An Tractatus für die Buchempfehlung auch. Hört sich interessant an.

Lg
frauvommond
"Niemand hätte jemals den Ozean überquert, hätte er die Möglichkeit gehabt, bei Sturm das Schiff zu verlassen" (Charles F. Kettering)

169

Montag, 29. März 2010, 20:32

ok Danke. Das kann ich ein kleines bisschen Nachvollziehen. Früher zu Zeiten meines Substanzmittelmissbrauchs, wenn es mir schlecht ging und ich muste mich übergeben, dann war das immer ein super Gefühl, weil ich dann wuste, dass ich noch Lebe. Die Anderen haben mich dafür für Verrückt erklärt, aber ich kann mir vorstellen, dass das ein ähnliches Gefühl ist. Dann weiss man, dass man noch lebt. Ich werd mal drüber nachdenken, um das in den Konsenz zu meiner Mum zu bringen. Keine Ahnung, was die Frau antreibt. ;-)

Kann ich voll nachvollziehen.
Bei mir hat das paradoxe Kreise gezogen: die Wutanfälle meiner Mutter, die mich einerseits verletzten haben mich oft aus meiner Traumastarre herausgeholt.
Familiäre dysfunktionale Verstrickungen haben ihren Sinn, schief ironisch guck.

ich dachte schon eine Zeitlang ich hätte Borderline. Ist aber nicht so. Immer mehr Situationen produziert für das Adrenalien. Jetzt übe ich (auf Therapeutanraten) mit Igelbällen, Wäscheklammern und Chillischoten. :wacko:

Gruß,
frauvommond
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170

Mittwoch, 31. März 2010, 20:29

Chillischoten ? ? und das hilft? :lach: :blume:

171

Mittwoch, 31. März 2010, 20:33

Chillischoten ? ? und das hilft? :lach: :blume:

ja
scharf essen auch
"Niemand hätte jemals den Ozean überquert, hätte er die Möglichkeit gehabt, bei Sturm das Schiff zu verlassen" (Charles F. Kettering)

172

Donnerstag, 1. April 2010, 02:33

Nee, habe zwar Menschen verletzt und weggestoßen aber nie benutzt oder als Aufwertung meiner selbst genutzt. krass sowas zu lesen.

kennste karma? du kannst nur hoffen das sowas ein mensch den du liebst nicht mit dir machen wird.

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173

Donnerstag, 1. April 2010, 08:24

Dualism,

du hast da was falsch verstanden. Die Leute hier leiden, und das will karmatechnisch heissen, dass sie am Abarbeiten von altem Karma sind. Du bist hier am verurteilen, und das will heissen, dass du früher oder später auf die Schnauze fallen wirst. Denn runter kommen sie immer. :D
Ohne Orientierungssinn sieht man viel mehr von der Welt

174

Donnerstag, 1. April 2010, 10:15

Zitat

Chillischoten ? ? und das hilft?
Das ist kein Witz
Siehe:
http://www.blumenwiesen.org/dbt-stresstoleranz.html
Das will ich auch ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Querelle« (1. April 2010, 10:25)


175

Donnerstag, 1. April 2010, 11:20

Dualism,

du hast da was falsch verstanden. Die Leute hier leiden, und das will karmatechnisch heissen, dass sie am Abarbeiten von altem Karma sind. Du bist hier am verurteilen, und das will heissen, dass du früher oder später auf die Schnauze fallen wirst. Denn runter kommen sie immer. :D
Ich verurteile niemanden und wenn mein Posting genau gelesen wird, erkennt man das auch :)

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176

Donnerstag, 1. April 2010, 12:07

@ dualism: das wäre doch mal einen Selbstversuch wert, was bei Dir hilft, um Deine Spannungskurve zu glätten. Bei mir hilft Autofahren sowie sehr süß statt sehr scharf.
Und Musik mit bestimmten bpm´s.

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